• Das Pilotenteam der Senioren-Rikscha: Guntram Eberle, Wisi Schachtler und Pepi Meier (v. l.).

Maurer Senioren spüren Wind im Haar

«Radeln ohne Alter» nennt sich die neuste Initiative der Seniorenkoordination Mauren. Mit der aus Dänemark stammenden Idee gibt sie Menschen mit mobiler Einschränkung ein Stück Lebensqualität zurück und bietet Rikscha-Ausfahrten an.
Mauren. 

Die inspirierende Idee zur Senioren-Rikscha hatte Pepi Meier vom Vogelparadies Birka. Bei ihm kehrten regelmässig Senioren aus Tosters mit der Rikscha ein, denn die Stadt Feldkirch betreibe das Projekt schon seit Längerem erfolgreich,  wie Andrea Maurer von der Seniorenkoordination Mauren auf «Vaterland»-Anfrage erklärt. Im Frühjahr sei Pepi Meier auf sie zugekommen, wonach sie sich anschliessend um dessen Umsetzung in Mauren bemühte. Nicht nur das Okay von Vorsteher Freddy Kaiser habe sie ziemlich schnell erhalten, sondern auch ein Pilotenteam – bestehend aus Pepi Meier, Wisi Schachtler und Guntram Eberle – gefunden. 

Sicherheit und Spass gewährleistet
Die Senioren-Rikscha wurde an der Lihga das erste Mal der Öffentlichkeit präsentiert. «Mir war auch von Anbeginn wichtig, dass künftige Piloten sich mit den Eigenheiten der Rikscha vertraut machen, sichere Wege auskundschaften und im weiteren Schritt im Umgang mit älteren Personen geschult werden», erklärt Andrea Maurer. Nur so könne die Sicherheit und der Spass bei den Ausfahrten gewährleistet werden. An dieser Stelle wolle sie sich ganz herzlich bei den Profis der LAK bedanken, die ganz unkompliziert eine Schulung für das Team durchgeführt hätten. Aufgrund der sehr langen Lieferzeit und diverser rechtlicher Abklärungen konnte die Seniorenkoordination Mauren erst kürzlich mit dem Angebot starten. 

Ausflüge mit bisher neun Passagieren
Organisiert werden die Ausfahrten jeweils von Andrea Maurer. Interessierte Personen können sich einfach bei ihr melden, ihren Wunschtermin bekannt geben und allenfalls auch schon das Ausflugsziel. Sie koordiniert dann die Termine mit dem Rikscha-Team. Durch die überdurchschnittlich warmen Tage in der letzten Woche war es der Seniorenkoordination Mauren möglich, zwischenzeitlich neun Passagiere zu befördern. Bisher habe man sich jeweils beim Vogelparadies getroffen. «Von dort aus wollten die Passagiere überwiegend zum Egelsee, um die Vögel zu beobachten, oder weiter nach Tosters zur Kirche», erzählt Andrea Maurer. Es seien aber bereits auch Wünsche mit Zielort Ruggell eingegangen. «Auch die erfüllen wir gerne, denn die Rikscha-Fahrer sind sehr flexibel und verfügen über ausreichend Kondition», meint sie schmunzelnd. Aus Sicherheitsgründen werde jedoch grundsätzlich nur in der Ebene gefahren. «Wir hoffen heuer noch auf weitere Ausfahrten, sofern es das Wetter noch zulässt», sagt die Koordinatorin. Die Passagiere seien zwar durch das Dach und ­eine flauschige Decke gut geschützt, dennoch würden gerade ältere Personen empfindlich auf Zugluft und Kälte reagieren. 

Genügend sichere und verkehrsarme Wege
Künftig befände sich der Standort und der Treffpunkt für die Ausfahrten beim LAK Haus St. Peter und Paul. «Von dort aus gibt es genügend sichere und verkehrsarme Wege quer durchs Riet», weiss Andrea Maurer. 
Momentan besitze die Gemeinde nur eine Rikscha, denn die Nachfrage müsse noch etwas genauer beobachtet werden, da der Ankauf einer Rikscha ein teures Vergnügen sei. «Nachteilig ist, dass sie aus Platz- und Gewichtsgründen jeweils nur eine korpulente Person befördern kann, da die Rikscha auf maximal 160 Kilogramm Last auf der vorderen Sitzfläche ausgelegt ist», erklärt sie. Bewährt habe sich aber, dass immer zwei Fahrer dabei sind. «Einer mit der Rikscha und der andere auf seinem eigenen Bike, der auch einmal vorfährt und Gefahrenstellen im Blick hat.» Dadurch könnten sich die Ausflügler gemütlich unterhalten, aber auch Strassenübergänge sicher überqueren. «Alle Passagiere hatten bisher reichlich Spass und Freude bei den Ausfahrten», weiss die Koordinatorin. Mit der Fahrrad-Rikscha werde es für die Senioren möglich, unkompliziert die Natur zu geniessen und an Orte zu gelangen, die speziell für bewegungseingeschränkte Personen schon lange nicht mehr zugänglich seien. «Übrigens werden wir mit der Rikscha beim Tag der offenen Tür des LAK Hauses St. Peter und Paul anwesend sein», verrät Andrea Maurer. Auch dort ­gebe es die Möglichkeit, sich aus erster Hand zu erkundigen. (bc)

21. Okt 2018 / 18:50
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