• Hansjakob Schädler wurde 2013 vom damaligen LOSV-Präsidenten, Leo Kranz, für sein Engagement für den Judosport geehrt.
    Hansjakob Schädler wurde 2013 vom damaligen LOSV-Präsidenten, Leo Kranz, für sein Engagement für den Judosport geehrt.  (Eddy Risch)

45 Jahre lang Präsident und Trainer

Am 12. Oktober 1973 wurde im Café Kaiser der Judoclub Sakura Schaanwald gegründet. Der erste Präsident war Hansjakob Schädler und er ist es – 45 Jahre später – immer noch. Der zweifache Olympiateilnehmer amtet zudem immer noch als Trainer.
Schaanwald. 

Sport und insbesondere Judo hält jung: Anders kann man sich die unglaubliche Ausdauer von Hansjakob Schädler nicht erklären. Am 30. Oktober wird der zweifache Olympiateilnehmer (1972 München und 1976 Montreal) 73 Jahre alt und trotzdem gibt er jede Woche sieben Trainingseinheiten an Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Dazu kommen knapp 25 Turniere, welche er mit seinen Judokas besucht. Ans Aufhören denkt der dreifache Grossvater nicht – sein Lebenswerk, der von ihm gegründete JC Sakura – bereitet ihm nämlich tagtäglich immer noch sehr grosse Freude.

Schädler kaufte Matten und los ging es mit dem Training
Und das seit über 45 Jahren. Am 12. Oktober 1973 fiel der Startschuss. Zum damaligen Sakura-Vorstand gehörten neben Hansjakob Schädler als Präsident die Vorstandsmitglieder Gaston Frommelt (Vizepräsident), Adolf Kaiser (Aktuar), Susanne Hunziker (Kassier), Paul Büchel (Technische Kommission), Wolfgang Tonn und Ulrich Büchel (Revisoren), Fritz Kaiser (Pressechef) und Horst Marxer (stellvertretender Pressechef). Auf der Homepage des JC Sakura heisst es zudem: «Schon im August wurde im Café Kaiser mit dem bescheidenen Ausbau des Dojos begonnen. Hansjakob Schädler kaufte Matten und los ging es mit dem Training. Mit einigen Freundschaftskämpfen bereitete man sich auf die Schweizer Mannschaftsmeisterschaft vor. Ebenfalls wurde mit grossem Erfolg mit dem Kindertraining begonnen». Heute wird in zwei Dojos in Schaan und Mauren trainiert. Rund 70 Mitglieder gehören dem Verein an und einige davon sind auch schweizweit in der absoluten Spitze wiederzufinden. Anja Kaiser (Elite), Mareen Hollenstein (U21 und U18) sowie Lea Wyss (U15) gehören sportlich zur Spitze in Liechtenstein und der Schweiz. Hollenstein ist dabei erst 16 Jahre alt und ein Versprechen für die Zukunft – auch für grössere Wettkämpfe. Das freut den Trainer natürlich: «Wir haben im Moment viele junge Sportler, die motiviert sind und voll mitziehen. Ich hoffe, dass sie alle dranbleiben und weitermachen», erklärt Schädler. Ihm gefällts, wie es im Moment läuft. Weniger Freude hat er an den eigenen Turnieren, dem Sakura-Nachwuchs-Cup, der zweimal im Jahr stattfindet. Er findet es schade, dass die anderen Liechtensteiner Judoclubs an diesen Events nicht teilnehmen.

Ein Grossvater, der viel erzählen kann
Im Februar wurde Hansjakob Schädler zum dritten Mal Grossvater. Seinen Enkel wird er eines Tages viel erzählen können. Zuerst von seiner eigenen Karriere mit zwei Teilnahmen an Olympischen Spielen und fünf Titeln an den Schweizer Meisterschaften. Dann folgte die Karriere als Trainer. Fünf Olympische Spiele mit einem siebten Rang sowie ein neunter Rang an einer Weltmeisterschaft schauten hierbei heraus. An Kleinstaatenspielen gehörten die Judokas immer zu den Medaillenanwärtern. Hansjakob Schädler war an 14 solchen Spielen als Trainer dabei. Zweimal – 1979 und 1986 – wurde der JC Sakura zum Team des Jahres in Liechtenstein gewählt. 2013 erhielt Schädler anlässlich der Nacht des Sportes eine Ehrung für sein Engagement (Bild). Dabei ist der leidenschaftliche Biker immer noch voll aktiv. Morgen in einer Woche wird er 73 Jahre alt und bleibt dem Liechtensteiner Judosport hoffentlich noch lange erhalten. (kop)

22. Okt 2018 / 10:33
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