• Ramon Schwendener (20) aus Schellenberg.

Gewettet, gelernt und gewonnen

Ramon Schwendener hat vergangenen Sommer die Ausbildung zum Konstrukteur FZ abgeschlossen. Mit der Note 5,4 durfte sich der Schellenberger ins Goldene Buch eintragen.

«Mein Vater hatte schon Maschinenbau-Zeichner gelernt und ich hatte bereits in der Realschule Spass an Mathe und technischen Aufgaben. Ich schnupperte aber trotzdem bei einigen anderen Berufen. Aber Konstrukteur hat mir am besten gefallen und meinen Fähigkeiten am besten entsprochen – ich habe zum Beispiel ein sehr gutes räumliches Vorstellungsvermögen. 

Als ‹Leitender Konstrukteur Prüfhilfsmittel› bei der ThyssenKrupp Presta konstruiere ich die Schnittstelle zwischen Prüfmaschine und Prüfling: Die Lenksäulen werden beispielsweise auf ihre Lebensdauer getestet und müssen auf einer Vorrichtung fixiert werden.
Da ich die Konstruktionen für alle Standorte weltweit mache, haben wir viele Telefonkonferenzen, die meistens auf Englisch stattfinden. Zu Beginn hatte ich einige Schwierigkeiten mit dem technischen Englisch, aber mittlerweile bin ich mit den Fachbegriffen schon gut vertraut. 

Ich wohne seit meiner Geburt in Schellenberg, zuerst im Vorderen, jetzt seit etwa zehn Jahren im Hinteren Schellenberg. Die Natur ist einfach toll, man kann die Ruhe geniessen. Jeder kennt jeden im Dorf, man trifft viele Bekannte an den Gemeindesporttagen oder an Dorffesten. Als Jugendlicher war und ist es immer etwas schwierig, vom Ausgang wieder in den Schellenberg zu kommen. Oft mussten wir laufen, weil kein Bus mehr fuhr. Seit Dezember ist es zudem nicht mehr möglich, abends von Mauren mit dem Bus nach Hause zu kommen. Das könnte man meiner Meinung nach verbessern. Ich habe noch keine Weiterbildungspläne. Ich bin froh darüber, dass mir die Presta eine sichere Arbeitsstelle vermittelt hat. Es gefällt mir sehr gut. Ich werde gebraucht und das spüre ich jeden Tag.

Ich habe mit meiner Fachvorgesetzten nach dem dritten Lehrjahr eine Wette abgeschlossen: Wenn ich eine Abschlussnote von mindestens 5,3 erreiche, werde ich zu einem Fussballspiel von Borussia Dortmund eingeladen. Das hat mich sehr motiviert. Im Moment ist meine damalige Vorgesetzte noch im Mutterschaftsurlaub, aber danach lösen wir die Wette ein.»

Aufgezeichnet von Daniel Bargetze

09. Mär 2020 / 09:33
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