• Unterland Tourismus
    Der Vorstand den Liechtensteiner Unterland Tourismus.

Lernpfad soll im Herbst eröffnet werden

Auch 2019 beschäftigt sich der Verein Liechtensteiner Unterland Tourismus vorwiegend mit der Erarbeitung des neuen Geschichtslernpfads auf dem Höhenweg in Schellenberg. Gestern wurde an der Generalversammlung in Bendern zurückgeblickt.

Insgesamt vier historische und botanische Exkursionen führte der Liechtensteiner Unterland Tourismus (LUT) 2018 durch, an denen – gemeinsam mit dem traditionellen Harfenkonzert von Heidi Pixner zum Jahresabschluss – an die 400 Interessierte teilnahmen. Die erste führte in das Biedermann-Haus in Schellenberg, wo Hansjörg Frommelt und Ulrike Mayr von der Abteilung Archäologie Wissenswertes über die Geschichte des 500-jährigen Hauses vermittelten. Die zweite Exkursion durch das Ruggeller Riet leitete der ehemalige Biologielehrer Josef Biedermann, der den Besuchern nicht nur die Sibirische Schwertlilie näherbrachte, sondern auch die Prachtlibellen, die Weissstörche und das Torfmoos. Bei der Begehung des Bahnhofs in Nendeln gewährten Ernst Christen vom Eisenbahnclub Schaan-Vaduz und Ludwig Köchle von der ÖBB den Besuchern einen Einblick in das nostalgische Bahnareal in Nendeln. «Die Teilnehmer konnten sich selbst überzeugen, dass die Bedienung des Stellwerks in Nendeln trotz Modernisierung und einer Menge Technik nach wie vor einiges an Muskelkraft voraussetzt», erklärte LUT-Präsidentin Sylvia Ospelt in ihrem Überblick.

Die letzte Exkursion des Jahres leitete der Historiker Peter Geiger. Trotz Regen und Gewitter stiess das Angebot auf reges Interesse, sodass an die 100 Besucher der Einladung folgten. Der «historische Abendspaziergang in Ruggell» führte unter anderem zur Pfarrkirche, zum ältesten Haus in Ruggell, das 1517 erbaut wurde, und zum Rheindamm. Dort wurde an die Rheinkatastrophe 1927 erinnert, als das ganze Dorf unter Wasser stand und die Bevölkerung evakuiert wurde.

Bewährte Angebote weitergeführt

Neben den Exkursionen stand in den Sommerferien 2018 zum zweiten Mal das Pilates-Angebot in der Grossabünt auf dem Programm. Gioia Büchel-Bazzana aus Ruggell, ausgebildete Entspannungs- und Pilatestrainerin, lockte zahlreiche Interessierte bereits am frühen Morgen nach Gamprin und führte diese an drei Terminen in die Welt der Körperwahrnehmung ein. Auch die beliebte Beizenplattform fand 2018 ihre Fortsetzung. Am 11. April ging die erste Beizenplattform mit Volksmusik in der «Krone»in   Schellenberg über die Bühne. Die weiteren beiden Beizenplattformen wurden neu im Weltmusik-Format durchgeführt. «Diese heben sich insofern von den bisherigen Volksmusik-Beizenplattformen ab, dass hier eher modernere Musikrichtungen gefragt sind und wir ein anderes Publikum ansprechen möchten», erklärte Sylvia Ospelt. Der erste Anlass fand am 15. Juni auf der Terrasse des «Rössle» in Ruggell statt, der zweite am 19. Oktober im «Hirschen» in Mauren. «Es war ein überaus unterhaltsamer und erfolgreicher Abend mit rockigen Tönen», so Ospelt. Eine dieser Künstler, die Eschnerin Lara Lotzer, gab den anwesenden Vereinsmitgliedern bei der Generalversammlung denn auch eine Kostprobe ihres Könnens.

Zweite Bäsabeiz in Schellenberg

Ebenfalls weitergeführt wird diesen Sommer die Unterländer «Bäsabeiz» auf der Terrasse der «Krone» Schellenberg, die 2018 grossen Anklang fand. Von Freitag bis Sonntag wirteten Silvia Grubenmann und Sylvia Ospelt gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfern für den guten Zweck, denn alle Einnahmen kamen dem Projekt «Geschichtslernpfad für Kinder» zugute. «Dank des sonnigen Sommers konnten wir die Beiz jedes Wochenende mindestens an zwei Tagen öffnen», berichtet Sylvia Ospelt. An den Freitagabenden wurde meist eine musikalische Unterhaltung geboten, was sehr viele Besucher anlockte. Ebenfalls im Gasthaus Krone, das von Silvia Grubenmann kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, organisierte der LUT am 9. November einen Oldie-Abend. «Mit Klängen von Rolling Stones bis Abba hat DJ Silvia Erinnerungen an frühere Zeiten aufleben lassen», berichtete Sylvia Ospelt.

Fertigstellung des Geschichtslernpfads

Bereits an der letztjährigen GV wurde der Geschichtslernpfad (damals unter dem vorläufigen Namen Wenzel-Weg) von Projektleiter Hansjörg Nipp vorgestellt, nun steht er kurz vor seiner Umsetzung. Alle Unterländer Gemeinden haben ihre Unterstützung zugesagt, sodass die Finanzierung des Erlebnispfades nun sichergestellt ist. Der Projektplan mit sechs Stationen rund um die Liechtensteiner Geschichte, die als Ergänzung auf dem bestehenden historischen Höhenweg in Schellenberg realisiert werden, ist fertig. Und auch die angefragten Experten für Historik, Archäologie und Geologie haben zugesagt. Nun geht es noch um die Detailbestimmung der einzelnen Stationen, die durch das Planungsbüro Wegmüller umgesetzt werden. Hansjörg Nipp ist zuversichtlich, dass der Geschichtslernpfad von Liechsteiner Unterland Tourismus noch im September dieses Jahres eröffnet werden kann. (mk)

26. Mär 2019 / 15:30
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