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    Witzig und erfrischend: «eniVier» mit Peter Beck, Heinz Keller, Thomas Lorenz und Norbert Hasler (von links).  (Daniel Ospelt)

«Ein bisschen sind wir noch zu brav»

«eniVier» singen wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Dabei nehmen Peter Beck, Norbert Hasler, Heinz Keller und Thomas Lorenz gerne mal das eine oder andere auf die Schippe. Oberstes Gebot: Es muss lustig und darf nicht beleidigend sein.
Gamprin. 

2011 habt ihr euch zum ersten Mal getroffen, mit dem Ziel, zusammen zu musizieren – hat dies auf Anhieb funktioniert?
eniVier: Heinz, Thomas und Norbert haben schon gemeinsam bei der Konkordia Gamprin musiziert. Ausserdem haben alle vier auch schon bei der Big Band Liechtenstein mitgewirkt. Zwar nie alle zusammen, aber wir haben einander gekannt. Als Thomas und Peter dann in keiner Formation mehr aktiv waren, trommelten sie Heinz und Norbert zusammen. Der Plan: Gemeinsam zu musizieren. Dies hat auch wunderbar funktioniert – nur die Texte gefielen uns oftmals nicht. Plan B: Eigene Texte und alles im Liechtensteiner Dialekt. 

Und auch dieser Plan ist ganz offensichtlich aufgegangen.
Ja, das ist er! 2011 hatten wir zum ersten Mal einen kleinen Auftritt in privatem Rahmen. «Teleshopping» hiess der Song, der auf Anhieb super angekommen ist. So wurde der Plan zu unserem Konzept: Wir spielen bestehende Melodien und singen dazu unsere eigenen Texte so wie uns der Schnabel gewachsen ist, in Liechtensteiner Mundart. 

Wer taufte euch schliesslich auf eniVier?
2012 hatten wir unseren ersten öffentlichen Auftritt am Kappafäscht in Schaanwald. Wir gaben ganze drei Lieder zum Besten – ohne einen richtigen Bandnamen zu haben. Marcel Öhri kündigte uns an – aus Verlegenheit nannte er uns einfach «eniVier». Wir fanden das ziemlich witzig – und feierten unseren Namensgeber inklusive unseren neuen Bandnamen. 

Passt, denn witzig sind auch eure Songtexte! Wie entstehen die?
Oftmals hören wir eine Melodie und der Text kommt uns einfach gerade so in den Sinn. Vor allem Thomas und Peter engagieren sich stark für die Texte. Manchmal sitzen wir auch nach der Probe noch ein bisschen zusammen, plaudern, spinnen Ideen. Und schon entsteht die Idee für einen neuen Text. Das Reimen übernimmt dann jeweils einer alleine, nach dem Motto: Zu viele Köche verderben den Brei. Es kommt aber auch vor, dass sich eine gute Idee einfach nicht umsetzen lässt, obwohl man daran arbeitet, wieder umstellt, usw. Dann lassen wir sie halt liegen und machen vielleicht später einen zweiten Versuch.

Ihr provoziert auch ein bisschen mit euren Songs und nehmt das eine oder andere auf die Schippe. Habt ihr auch schon mal eine negative Rückmeldung bekommen?
Nein, überhaupt noch nie. Und ganz ehrlich: Wir haben das Gefühl, dass wir ab und zu noch zu brav sind. Wir sind überzeugt: Ein bisschen mehr darf schon noch sein. Allerdings nur so viel, dass die Person, die es betrifft, auch selbst noch darüber lachen kann. 

Habt ihr damit gerechnet, dass «eniVier» in ein langfristiges Projekt ausartet?
Nein, das hat sich einfach so entwickelt. Obwohl es Leute gab, die uns prognostizierten, dass man uns nach zwei, drei Jahren nicht mehr hören möchte. Nach wie vor kommt unsere Musik aber an und wir hatten schon Jahre mit über 25 Auftritten. Als Amateure überfordert uns dies fast, deshalb haben wir vergangenes Jahr eine Auftritts-Pause eingelegt. Die Anfragen blieben dennoch nicht aus.  

Was sind eure Ziele?
Wir möchten unseren Zuhörerinnen und Zuhörern Spass bereiten und auch ein wenig zum Nachdenken anregen. Gelingt uns dies, haben wir eine riesige Freude. 

Klingt bescheiden. 
Ja, so sind wir! Zugegeben, einen grossen Traum haben wir: Wir würden unglaublich gerne ein Benefizkonzert auf die Beine stellen: Musizieren für einen guten Zweck, das wäre genial. Wäre da nicht das Organisatorische... Aber wir hoffen, das grosse Projekt trotzdem mal ins Auge fassen zu können. 

Warum habt ihr eigentlich keinen Liechtenstein-Song zur 300-Jahr-Feier eingereicht?
Das war nie ein Thema für uns. Wir wurden schon oft wegen einer CD angefragt, aber wir möchten unsere Songs bewusst nicht aufnehmen, wir sind eine Live-Band. Wir glauben auch nicht, dass sich unsere Songs auf einer CD noch genauso witzig anhören, wie wenn wir sie live spielen. Und ausserdem müssten wir dann wirklich üben (lachen).

Wird es auch einmal einen Gampriner-Song geben?
Den gibt es bereits! Wir haben einen «Alpe-Rauz-Song» gemacht, den wir eigens zur Einweihung des neuen Alpstalls in Vorarlberg, die Alp gehört der Gemeinde Gamprin, geschrieben haben. Wir haben ihn aber nur selten aufgeführt und mittlerweile ist er auch etwas verstaubt. Man müsste ihn überarbeiten, um den Song nochmals bühnentauglich zu machen. 

Gibt es Pläne für neue Songs?
Ja, die gibt es, nur müssen sie noch umgesetzt werden! Wir können uns gut einen Song über die ganzen Social-Media-Geschichten vorstellen. So schnell man auf jeglichen Plattformen Freunde gewinnt, so schnell ist man sie auch wieder los. Der Song ist zwar schon lange in Arbeit, aber wir sind optimistisch, dass er es auf die Bühne schaffen wird.  

29. Mär 2019 / 17:46
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