• Dorflada Margrith Öhri, Gamprin Bendern
    Das Gebäude, in dem sich der «Dorflada» von Margrith Öhri befand, soll in Zukunft einem Projekt zur Verkehrsabwicklung weichen.  (Tatjana Schnalzger)

«Dorflada» soll für Verkehr Platz machen

Im April 2018 hat die Gemeinde Gamprin-Bendern die Liegenschaft gekauft, in der sich der «Dorflada» von Margrith Öhri befand. Die Räume stehen derzeit leer, künftig aber, so lautet der Plan, soll das Gebäude abgerissen werden.
Gamprin-Bendern. 

Kurz vor Weihnachten vergangenen Jahres mussten sich die Einwohner Gamprin-Benderns von einem bis dahin festen Bestandteil der Gemeinde verabschieden.  Der «Dorflada», der 1952 eröffnet und 1998 von Mutter Bernadette in die Hände von Margrith Öhri übergeben wurde, schloss seine Türen für immer. Zum einen wegen der regionalen Konkurrenz, die den Absatz merklich zurückgehen liess – das kleine Lebensmittelgeschäft hatte sich finanziell einfach nicht mehr gelohnt.
Zum anderen war es auch eine persönliche Entscheidung, die Margrith Öhri mit ihrem Mann Wilfried, wenn auch schweren Herzens, getroffen hatte. An sechs Tagen in der Woche stand sie hinter der Ladentheke, die Familie kam zu kurz. Nun aber kann das Ehepaar Öhri seinen Ruhestand und die gemeinsame Zeit mit den Enkelkindern geniessen. 

Bis zur Umsetzung dauert es noch
Die Liegenschaft, in der sowohl der «Dorflada» wie auch die Wohnung von Margrith und Wilfried Öhri Platz findet, gehört seit April 2018 der Gemeinde. Derzeit stehen die Räume des ehemaligen Lebensmittelgeschäfts leer. Was aber will die Gemeinde damit anstellen? 
Obwohl in Liechtenstein erst vor Kurzem das Spielbanken-Fieber ausgebrochen ist, wird im ehemaligen «Dorflada» kein Casino eröffnet, so viel sei verraten. Denn, wie es von Seiten der Gemeinde heisst, seien hierfür die Räumlichkeiten deutlich zu klein. Die Liegenschaft gehört zwar der Gemeinde, aber diese hat keinerlei Unterhaltskosten zu tragen. So können die bisherigen Eigentümer, also die Familie Öhri, zur Abdeckung des eigenen Wohnbedürfnisses und für den Eigengebrauch auf eigene Kosten im Gebäude bleiben. Des Weiteren bedeutet das, dass die Gemeinde dort auch keine Räume vermieten kann. Gamprin-Bendern hat viel eher im Sinn, das Gebäude irgendwann dem Erdboden gleich zu machen, um dort ein anderes Projekt, insbesondere zur Verkehrsabwicklung, umsetzen zu können. Laut Gemeindeauskunft würde das Projekt aber noch nicht so schnell auf der Tagesordnung stehen. Ebenfalls liegt noch kein Zeitplan zur Realisierung des Projekts vor. (jka)

25. Mär 2019 / 07:00
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