• Reis Augenklinik, Gamprin Bendern
    Im Jahr 2010 wurde die Augenklinik Reis in Gamprin gebaut.  (Tatjana Schnalzger)

Augenklinik auf der Überholspur

Liechtensteins Gesundheitsstandort ist derzeit häufig ein Thema, wenn auch oft im negativen Sinn. Für die Augenklinik Reis in Gamprin gilt das aber nicht: In den acht Jahren seit der Eröffnung konnten 160 000 Patienten verzeichnet werden.

Das futuristisch anmutende Gebäude ist nicht mehr wegzudenken aus der Gemeinde Gamprin. Gekleidet in braune, glänzende Platten steht die Augenklinik Reis direkt bei der Kreiselausfahrt in Richtung Eschen. Der Standort der Klinik ist nicht zufällig gewählt worden, erklärt der Besitzer und Bauherr der Klinik, Alexander Reis: «Die Lage der Augenklinik an einer der Hauptdurchzugsstrassen des Landes ist genial.» 

«Hochgeschwindigkeitszug» für Gesundheitsstandort 
Seit nun mehr acht Jahren gibt es die Klinik. Umstritten war sie nie, sondern gewünscht. Im Jahr 2009 war im «Vaterland» zu lesen, dass Reis mit seinem Bauvorhaben für einen Innovationsschub im liechtensteinischen Gesundheitsmarkt sorgen werde, der längst überfällig sei. Denn das Potential des Gesundheitsmarktes war noch nicht ausgeschöpft, ging aus einer damaligen Studie hervor. Aus einer Lokomotive für den Liechtensteiner Gesundheitsstandort wurde ein Hochgeschwindigkeitszug, so Reis. «In den letzten acht Jahren haben wir etwa 160 000 Patienten behandelt», sagt der Augenarzt. Das ergibt bei Öffnungszeiten von Montag bis Freitag rund 75 Patienten täglich. Somit verwundert es auch nicht, dass sich die Augenklinik in den vergangenen Jahren neben dem Kantonsspital St.Gallen zur grössten Augenklinik im Ostschweizer Raum entwickelt hat. Von 16 Angestellten im Jahr 2010 wurde das Team bis heute um mehr als die Hälfte aufgestockt: «Derzeit beschäftigen wir 25 Mitarbeitende», erklärt Reis. 

Mehr als Tausend Vorarlberger Patienten
Im Jahr 2013 wurde die Klinik Kooperationspartner der Vorarlberger Landeskrankenhäuser. Der Grund für die Zusammenarbeit war die immense Zunahme unter anderem von Behandlungen des Grauen Stars. Durch die Zusammenarbeit mit dem medizinischen Komplettanbieter im Bereich der Augenheilkunde werden bis zu 500Vorarlberger eine OP in Liechtenstein machen lassen können, hiess es damals in einer Medienmitteilung. Diese Zahl hat sich bis heute mehr als verdoppelt: «Mittlerweile werden mehrere Tausend Vorarlberger Patienten bei uns behandelt», erklärt der Augenarzt. Auch die Zusammenarbeit mit den Liechtensteiner Ärzten funktioniere gut: «Die Ärzte im Land arbeiten barrierefrei und kollegial über die Institutsgrenzen hinweg zusammen», so Reis. 

Keine OP zur Augenveränderung 
«Aktuell wird in Gamprin der Graue Star am häufigsten operiert», so Reis. «Dicht gefolgt von Erkrankungen der Makula», führt Reis aus. Die Makula ist die Stelle auf der Netzhaut, die das scharfe Sehen ermöglicht. Eher rückläufig seien hingegen in den letzten Jahren die Lasereingriffe. 
Neben den Veränderungen im Behandlungsbereich haben sich logischerweise auch die Techniken verändert und weiterentwickelt. «Die Operationstechniken bei der Grauen-Star-OP wurden auf beeindruckende Weise verfeinert», sagt Reis. Die Behandlung führt zu einer vollständigen Wiederherstellung des Sehvermögens. 
Neben den häufigen und «alltäglichen» Operationen gibt es heute auch Schönheitsoperationen im Bereich der Augen. So lassen sich immer wieder Patienten die Augenfarbe ändern. Dazu meint Reis: «Es gibt verschiedene Techniken, die Augenfarbe zu ändern. Jede einzelne dieser Techniken ist aber mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden. Wir bieten derartige Dinge in unserer Augenklinik deshalb nicht an.» (qus)
 

25. Jun 2018 / 07:00
Geteilt: x
1 KOMMENTAR
Wo sind die Arbeitsplätze für Liechtensteiner?
Schön und gut. Aber wo sind die geschaffenen Arbeitsplätze für in Liechtenstein wohnhafte Personen? Es gibt nämlich schlichtweg keine. Bei der Reis Augenklinik sind nämlich ausschliesslich Österreicher und Deutsche beschäftigt (ohne Ärzte).
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 25.06.2018 Antworten Melden

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