• Esthers Maronihüsli, Eschen
    Esther Tischhauser und Markus Marxer legen grossen Wert auf Qualität.  (Tatjana Schnalzger)

«Das ‹Maronihüsli› ist eine Herzensangelegenheit

Die Betreiber von «Esthers Maronihüsli» legen Wert auf qualitativ hochwertige Produkte. Dafür braucht es Know-how und eine grosse Portion Leidenschaft.
Eschen. 

Weil im Liechtensteiner Unterland vor acht Jahren niemand Maroni verkaufte, entschieden sich Esther Tischhauser und Markus Marxer, diesen Umstand zu ändern. Seither hat sich «Esthers Maronihüsli» einen guten Ruf aufgebaut und ist über Liechtensteins Grenzen hinaus bekannt. Aus der ganzen Region fahren Menschen nach Eschen, um die Edelkastanien zu kaufen. Im Angebot haben die beiden aber noch mehr: Es gibt hausgemachten Glühwein, Raclette- und Knoblauchbrötli sowie Feuerzangenbowle. 

Bei all ihren Produkten hat die Qualität erste Priorität. Um diese wahren zu können, sitzt Esther mehrere Stunden täglich am kleinen Holztisch im «Hüsli», um eine Maroni nach der anderen einzuschneiden und zu kontrollieren. Nicht jeder macht sich diese Mühe. «Es gibt viele Maroni-Verkäufer, die maschinell eingeritzte Maroni und Kastanien beziehen», sagt Markus Marxer, Vermieter des «Hüslis». Doch das käme für ihn und Esther Tischhauser nicht infrage, wie er weiter meint: «Man kann bereits eingeschnittene Maroni mit einem Paket Aufschnitt vergleichen, der mehrere Tage offen im Kühlschrank herumliegt.» Sie sind weder frisch noch saftig. 
Der Aufwand, den Esther Tischhauser hat, ist so zwar grösser, lohnt sich aber. «Wenn man alles eigenhändig macht, kann man die Maroni auch gleich kontrollieren. Die Chance, schlechte Maroni im Säckle zu haben, ist verschwindend gering», so Marxer. Zu ihrem Erfolgsrezept gehört aber nicht nur die besondere Sorgfalt. Selbstverständlich spielt es auch eine Rolle, woher die Maroni kommen. Tischhauser und Marxer beziehen ihre Edelkastanien schon seit Jahren vom gleichen Schweizer Lieferanten, der die qualitativ hochwertigen Maroni direkt aus Italien erhält. In all den Jahren haben die beiden vieles über die braunen Nussfrüchte in Erfahrung bringen können. So eigne sich ein Gasofen beispielsweise besser als einer, der mit Kohle betrieben wird. «Der Rauch verändert den Geschmack der Maroni – und das nicht zu ihrem Vorteil», erklärt Marxer. 
Die dritte, aber nicht weniger wichtige Zutat ihres Erfolgsrezepts ist die Leidenschaft, die sowohl Esther Tischhauser wie auch Markus Marxer mitbringen. «Wir sind sehr gerne Gastgeber. Wenn wir Zeit haben, unterhalten wir uns gerne mit den Gästen. Die Gespräche sind stets angenehm», sagt er. Das Fazit lautet, dass es eben eine Herzensangelegenheit sei.

Mit ihrem «Hüsli» und dem Anbau inklusive Sitzgelegenheit führt Tischhauser nicht den grössten Stand. Doch grösser werden wolle sie nicht – ganz nach dem Motto «klein aber fein». Ansonsten würde die Qualität ihrer Produkte leiden. So haben Esther Tischhauser und Markus Marxer einen anderen Weg gesucht, sich weiterzuentwickeln. Sie unterhalten einen Catering-Service, mit dem die beiden an Firmenanlässen, Hochzeiten etc. Maroni, Glühwein, Punsch und weitere Getränke offerieren. Aus den übrig gebliebenen Maroni macht Esther Tischhauser seit Kurzem auch Maronikuchen, der in kleinen Gläschen zum Mitnehmen gekauft werden kann. Am letzten Tag der Saison bereitet sie aus den Edelkastanien eine Suppe zu. Geöffnet ist «Esthers Maronihüsli», sofern es bereits Maroni gibt, ab dem zweiten Oktoberwochenende bis zum Tag vor dem schmutzigen Donnerstag. Wenn die Zeit der Maroni vorüber ist, gehen die beiden zumindest geschäftlich getrennte Wege – bis die ersten Edelkastanien wieder auf sie warten. (jka)

26. Nov 2018 / 20:59
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