• In unmittelbarer Nähe zum Alters- und Pflegeheim, direkt am Kanal, entstehen 12 Alterswohnungen.

Im Oktober starten die Bauarbeiten

Seit 2010 befasst sich die Gemeinde Balzers mit den Wohnbedürfnissen älterer Menschen – nun kann endlich Wohnraum für deren zunehmende Zahl geschaffen werden. Das Projekt «Schlossgarta» steht kurz vor der Umsetzung.
Balzers. 

Wohnraum für ältere Menschen. Zu leistbaren Preisen. Und das in der Nähe des Alters- und Pflegeheims (APH): Das wird in Balzers bis Ende 2020 geschaffen. Alles sieht danach aus, als ob der Projektplan eingehalten werden könnte. Die Vogt Architekten AG mit ihrem Siegerprojekt «Schlossgarta» arbeiten derzeit an der Baueingabe, die Ende April vorliegen soll. Von Mai bis Oktober erfolgt schliesslich die Ausführungs- und Ausschreibungsplanung, im Oktober soll bereits mit dem Bau gestartet werden.

12 Wohnungen mit verschiedenen Grössen
12 Wohnungen werden dann an der Elgagass – in unmittelbarer Nähe zum Altersheim – geschaffen. Die Nähe zum Pflegeheim ermöglicht den künftigen Bewohnerinnen und Bewohnern des «Schlossgarta», Dienstleistungen wie Verpflegung, Veranstaltungen, Therapien etc. zu nutzen und gibt ihnen die notwendige Sicherheit, falls ein Notfall eintritt. Im «Schlossgarta» sollen insgesamt zwei 1,5-Zimmer-Wohnungen (38 bis 43 m2), neun 2,5-Zimmer-Wohnungen (57 bis 59 m2) und eine 3,5-Zimmer-Wohnung (70 m2) entstehen. Herausforderung für die Architekten wird es dabei sein, auf kleinstem Raum spannende Sicht- und Raumsituationen zu entwickeln und den Bedürfnissen der älteren Menschen bestmöglich gerecht zu werden, wie Mathias Vogt, Geschäftsführer der Vogt Architekten AG, ausführt. Geplant sei eine viergeschossige, kompakte, polygonale Gebäudeform – «also ein beinahe regelmässiges Fünfeck, das sich aus der Parzellenform entwickelt hat», erklärt Vogt. «Wir verfolgten das Ziel, das Gebäude so weit wie möglich von der Strasse abzurücken und den Schlossgarten südseitig grösstmöglich zu gestalten.»

Klare Vorstellungen der Gemeinde
Ganz im Detail kann der Neubau und die Umgebung aber noch nicht beschrieben werden – erst muss der Gemeinderat die Baueingabe des Projektgewinners genehmigen. Dabei können allenfalls noch Änderungen erfolgen. Wie sich die Gemeinde Wohnungstypologie, Gebäudestruktur, Umgebung und Aussengestaltung aber konkret vorstellt, hatte sie im Wettbewerbsprogramm klargestellt. «Die Wohnungen sollen nicht nur behindertengerecht, sondern auch altersgerecht sein. Die Grundrisse sollten funktional sein, kurze Wege und wenig Türen aufweisen. Eine direkte Verbindung zwischen Wohn- und Essbereich zum Schlafbereich kann in diesem Zusammenhang sehr sinnvoll sein. Dabei ist die Wegebeziehung gleich wichtig wie die Sichtbeziehung. Das Schlafzimmer ist so zu dimensionieren, dass auch ein Pflegebett mit den erforderlichen, beidseitigen Bedienungsflächen aufgestellt werden kann.»
Auch bezüglich der Umgebung und Aussengestaltung hat die Gemeinde klare Vorstellungen. Dazu heisst es im Wettbewerbsprogramm: «Die Gartengestaltung soll so vorgeschlagen werden, dass sie einerseits öffentlichen Charakter bestitzt, andererseits aber auch die Bedürfnisse von älteren Menschen erfüllen kann.» Dies müsse bei der Planung entsprechend berücksichtigt werden. Ausserdem müssen am Ende 12 Aussenparkplätze erstellt werden.

Neue Arbeitsgruppe im neuen Gemeinderat
«Das jetzige Projekt ist ein erster Schritt auf unserem Weg, um der demografischen Entwicklung und den Herausforderungen zu begegnen», freut sich Vorsteher Hansjörg Büchel. Da bis ins Jahr 2050 allerdings eine Verdoppelung der Menschen im Pensionsalter und eine Zunahme auf das Dreifache bei den Einwohnern über 80 Jahre zu erwarten ist,ist das Projekt «Schlossgarten» noch nicht das Ende. «Vorgesehen ist, in den nächsten Jahren in unmittelbarer Nähe zum ‹Schlossgarta› weiteren Wohnraum für ältere Menschen zu schaffen, um den steigenden Bedarf zu decken», bestätigt Büchel. Sobald das Bauprojekt läuft, soll im neuen Gemeinderat eine Arbeitsgruppe eingesetzt werden, die sich mit der Frage befasst, wie das Projekt Wohnen im Alter weiterentwickelt werden kann. «Mit dem ‹Schlossgarta› können wir erste wichtige Erfahrungen sammeln. Allenfalls könnte auch ein generationendurchmischtes Projekt angedacht werden. Allenfalls wird dann auch eine Tiefgarage nochmals Thema.» (dv)

11. Apr 2019 / 23:02
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