• Tagesbild Burg Gutenberg, Balzers
    Das Nutzungskonzept für die Burg Gutenberg soll noch in dieser Legislaturperiode, also in diesem Jahr, stehen.  (Tatjana Schnalzger)

Burghügel und Burg als Einheit sehen

Das Nutzungskonzept für die Burg Gutenberg in Balzers ist nach wie vor in Bearbeitung. Nun werden die nächsten Schritt geplant.

Seit März 2019 liegt dem Kulturministerium der Bericht zur zukünftigen Nutzung der Burg Gutenberg vor. Und so zeigten sich die Landtagsabgeordneten im November entsprechend ungeduldig, sprachen von einer «Salamitaktik» und wollten endlich wissen, wozu die Burg künftig genutzt werden soll und kann. Nach einem turbulenten Jahr scheint endlich Bewegung in die Sache gekommen zu sein. Im Februar wurde zu einer weiteren Diskussionsrunde eingeladen, wie Kulturministerin Katrin Eggenberger bestätigt. Und es werden offenbar noch mehr Optionen als bisher geprüft, wie aus ihrer Antwort hervorgeht.

Warum sich bisher nu rwenig bewegt hat
Dass die Behandlung des Berichts über die Burg Gutenberg im vergangenen Jahr im Kulturministerium keine Priorität hatte, lag vor allem an der Berateraffäre rund um Aussen-, Justiz- und Kulturministerin Aurelia Frick. Nachdem ihr das Parlament am 2. Juli endgültig das Vertrauen entzog, übernahm Gesellschafts- und Sozialminister Mauro Pedrazzini die Amtsgeschäfte von Frick bis zur Einsetzung von Regierungsrätin Katrin Eggenberger. Dass diese allerdings das Nutzungskonzept der Burg Gutenberg ebenfalls nicht zuoberst auf die Prioritätenliste hatte, war nicht zuletzt mit Blick auf die Debatte rund um das Landesspital ebenso wenig verwunderlich.
Im Dezember 2019 liess Janine Köpfli, Mitarbeiterin der Regierung, schliesslich wissen, dass die Arbeitsgruppe bereits zwei Konzepte analysiert, in einem Bericht zusammengeführt und einen Schlussbericht verfasst hat. Sie hoffte, dass das Nutzungskonzept bereits Anfang 2020 diskutiert werden kann und man endlich einen Schritt weiterkommt. «Ganz sicher werden wir dieses Thema aber noch in dieser Legislaturperiode abschliessen», versprach sie.

«Konstruktive Diskussionsrunde»
Und dann kam der Coronavirus – und mit ihm erneut eine Verzögerung. Dass Covid-19 die Prioritätenliste der Regierung ein weiteres Mal umgekrempelt hat, ist verständlich.  Trotzdem werde bereits jetzt an den nächsten Schritten gearbeitet, um hoffentlich schon bald eine möglichst gute Lösung für die Burg Gutenberg und den ganzen Burghügel zu finden, so Kulturministerin Katrin Eggenberger. «Wir wollen trotz Covid-19 nicht von unserem eingeschlagenen Kurs abkommen.» Deshalb habe die Regierung im Februar zu einer Diskussionsrunde eingeladen. «Diese war sehr konstruktiv und alle waren sich einig, dass sich die Burg und der gesamte Burghügel weiterentwickeln sollen und müssen. Diskutiert wurde unter anderem über eine Trägerschaft, welche die Weiterentwicklung auf den verschiedenen Ebenen voranbringen könnte», so Eggenberger. Das Ministerium für Äusseres, Justiz und Kultur sei von der Regierung beauftragt, einen Bericht zur zukünftigen Nutzung der Burg Gutenberg zu erstellen, damit die Regierung über die Zukunft der Burg befinden und auch der Landtag in die Diskussion involviert werden kann.
«Wir planen nun die nächsten Schritte, die auch einen Besuch von Haus Gutenberg und die Prüfung weiterer Optionen vorsehen. Wir denken den Burghügel und die Burg als Einheit und wollen dies im Sinne eines Gesamtkonzepts festhalten», lässt Katrin Eggenberger ein klein wenig in das Konzept blicken. (dv)

25. Apr 2020 / 07:00
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