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Es müsste umgekehrt argumentiert werden

Dorothea Alber vom «Vaterland» führte ein Interview mit Gerald Marxer, Geschäfts - fuhrer der LKW, veröffentlicht vergangenen Freitag.
Autor
Hans Frommelt, Triesen

Das Interview geht den Fragen nach, warum wir in FL immer noch einen hohen Atomstromkonsum haben, die Preise für unökologischen Strom, gemeint ist Atom- und Kohlenstrom, nicht erhöht werden und welche Projekte auf der Agenda stehen, um die Eigenstromversorgung zu erhöhen. Verschiedenste Studien und politische Interventionen belegten und belegen laufend, dass der Atomstrom, volkswirtschaftlich betrachtet, der teuerste Strom ist. Ein Grossteil aller Kosten wird dem Steuerzahler auferlegt. Selbst den Rückbau der ausrangierten Atomkraftwerke will man den Steuerzahlern auferlegen. Marxer meint, dass wenn der stark subventionierte Atom- und Kohlenstrom – notabene von den Steuerzahlern in der Schweiz, Deutschland und Österreich sehr stark subventioniert – man den Liechtensteiner Kunden zu effektiven Preisen verrechnen würde, dann Kunden verliert. Solches kann doch nicht im Interesse von unserer Industrie und unserem Bankenwesen sein, wenn von einem Staatsbetrieb solches argumentativ in die Waagschalen geworfen wird. Im Grund genommen müsste genau umgekehrt argumentiert werden in dem Sinne, dass man proportional für sämtliche Umweltbelastungen bei der Stromproduktion mit Atom- und Kohlestrom aufkommt. Über die Gestaltung der Strompreise bezüglich Solarstrom , Windstrom und Strom von Atom- und Kohlenkraftwerke muss sich die Politik unterhalten und nicht ein Executive-Einzelmitglied der LKW. Insbesondere auch darum, weil praktisch alle Stromproduktionsmöglichkeiten bisher und wohl auch in Zukunft mit Steuergeldern unterstützt werden. Da sollte der neue Landtag Farbe bekennen. Jedenfalls passt das Interview nicht zum «Vaterland»- Beitrag vom vergangenen Samstag über Fukushima: «Das Protokoll einer Katastrophe. Es starben 18 000 Personen und rund 165 000 Menschen mussten rund um Fukushima ihre Häuser verlassen.»

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