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Elkuch, Zukunf und Stromversorgung

Herbert Elkuch, DpL-Landtagsabgeordneter, schreibt in seinem Leserbrief an mich, dass er nicht gegen die Fotovoltaik ist. Er meint auch, dass Sonne, Wasser und Wind für eine gute Versorgungssicherheit genutzt werden müssen. Er hat nichts übrig für Atomund Kohlestrom.
Autor
Hans Frommelt, Triesen

Elkuch liegt da vollkommen auf der Linie des Schweizer Bundesrates, welcher vor ein paar Tagen erklärte, dass die Rahmenbedingungen für den inländischen Zubau der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien verbessert werden soll, damit die Stromversorgungs - sicherheit in der Schweiz erhöht wird. Die Strombranche braucht Planungssicherheit. Es geht darum, dass die heutige Stromselbstversorgungsfähigkeit der Schweiz von rund 22 Tagen auch nach dem Ausstieg aus der Atomstromversorgung für den Fall von europäischen Knappheitssituationen gewährleistet ist. Wir in Liechtenstein haben praktisch keine Selbstversorgungssicherheit! Etwas sprachlos bin ich darüber, dass gemäss dem Leserbrief von Elkuch die Regierung der Ansicht ist, dass nur Fotovoltaik und Batterien keine gute Stromversorgung ergeben. Es erstaunt, weil ja niemand davon spricht, dass eine Zukunft alleinig mit Fotovoltaik angepeilt werden soll. In Liechtenstein wird die Wasserkraft bereits sehr stark genutzt, ist praktisch ausgeschöpft. Strom von eventuellen Rheinkraftwerken wird sicher teurer sein als Strom vom Wind und von der Sonne. Damit meine vorliegende Behauptung diskutiert werden kann, muss halt der Landtag eine Studie samt Umweltgutachten zu dieser Thematik veranlassen lassen. Leider wurde vor über 30 Jahren das damalige Rheinkraftwerks - projekt nie im Landtag behandelt, sondern auf Regierungsebene direkt abgeblockt. Deshalb geistern die Rheinkraftwerke immer wieder durch die Parteienlandschaften, weil den damaligen Volksvertretern keine Möglichkeit zugestanden wurde, sich öfentlich bezüglich eines Rheinkraftwerks zu positionieren. Die heutige Sachlage ist eigentlich dieselbe wie vor 30 Jahren. Wir importieren weiterhin grosse Mengen an Atomstrom, auch Kohlestrom, obwohl im Grunde genommen die Bevölkerung dies nicht wünscht. Auch diese von mir aufgestellte Behauptung kann eigentlich ebenfalls nur über den Landtag oder über eine Volksbefragung ermittelt werden. DpL-Landtagsabgeordneter Herbert Elkuch hat einen deutlichen Anfang gemacht, indem er öfentlich deklariert, dass er keinen Atom- und Kohlestrom wünscht und für die Zukunft Fotovoltaikstrom und Windstrom notwendig sind, auch für eine Sicherstellung der Stromversorgung in ausserordentlichen Zeiten. Dazu muss der Strommarkt geöfnet werden für lokale Lösungen, gemeint sind Quartierstrommärkte und Stromversorgungsgemeinschaften. Dazu gehören lokale Batteriespeicher. Den LKW müssen für die Zukunft vollkommen andere Aufträge übertragen werden.

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