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Vom ersten Strich bis zur Eröffnung
Bauherr ist der Liechtensteiner Alpenverein. In der Planung und bis zur Baueingabe stand ihm Verling Architekten zur Seite.
Ein Bau, der Ingenieur und Architekt zusammenbringt
Die Kletterhalle Rhiblok ist kein gewöhnlicher Architekturbau. Die Halle ist ein Stahlbau mit Stahlfassade, und ein solches Tragwerk verlangt, dass Bauingenieur und Architekt eng zusammenarbeiten. Silvio Wille, Bauingenieur und von Beginn an im Projektteam des Alpenvereins, verantwortete den konstruktiven Teil. Massivbau, Stahlbau, technische Räume, bis hin zu den Einbauten. Verling Architekten übernahm die Baueingabe und die architektonische Ausführungsplanung mit dem Schwerpunkt auf der Fassade.
Silvio Wille und Verling Architekten hatten schon zahlreiche Projekte gemeinsam realisiert. Bei einem Hallenbau zahlt sich das aus, denn Statik und Architektur müssen enger und laufender ineinandergreifen als bei den meisten Bauten.
Das Büro setzte um, was der Verein wollte
Prägend für die Zusammenarbeit war, dass die Vorstellungen des Vereins den Ausgangspunkt bildeten. Der Verein hatte über Jahre erarbeitet, was die Halle leisten soll, und Verling Architekten entwickelte das Projekt eng entlang dieser Vorgaben. Diese Linie blieb vom ersten Entwurf bis zur Ausführung erhalten.
Zwölf Jahre bis zum Spatenstich
Die grösste Herausforderung lag nicht auf der Baustelle, sondern davor. Über zwölf Jahre brauchte der Verein, bis die Finanzierung stand. Am Ende trägt die öffentliche Hand 80 Prozent, die restlichen 20 Prozent stemmt der Verein. Bis dahin waren mehrere Anläufe nötig. Das Subventionsgesetz wurde während des Verfahrens geändert, ein Standortwechsel machte ein neues Gesuch nötig, das erneut durch Regierung und Landtag musste. Vieles hat der Verein vorfinanziert, mit Entwürfen und Kostenschätzungen, lange bevor feststand, ob überhaupt gebaut wird.
In einem Jahr hochgezogen
Der Bau selbst ging schnell. Rund ein Jahr, ohne Leerlauf. Jeder Unternehmer war drei bis vier Monate im Voraus verpflichtet und wusste, wann er anzufangen hatte. Auch die Kosten hielten. Die Photovoltaikanlage fiel günstiger aus als geschätzt und liefert zusammen mit einem Batteriespeicher einen wesentlichen Teil der Energie für die Halle.
Rhiblok in Zahlen
Bauherr: Liechtensteiner Alpenverein
Standort: Schaanerstrasse 67, Vaduz
Kletter- und Boulderfläche: rund 3000 m²
Wandhöhe: bis 17 Meter
Finanzierung: 80 Prozent öffentliche Hand, 20 Prozent Verein
Bauzeit: rund ein Jahr
Eröffnung: 26. September 2026
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