St. Gallen hingegen scheiterte knapp an der Sensation gegen Benfica Lissabon. Das Heimspiel sicherte sich noch der FCSG mit 2:1 für sich, am Ende musste sich das Team von Enrico Massen aber mit einer 5:0-Niederlage abfinden. Somit scheiterten die Espen in Europa League und treffen am 6. August auf Sheriff Tiraspol (Moldawien).
Der FC Vaduz kommt mit Rückenwind aus der Qualifikation zur Uefa Conference League: Am Donnerstag sicherten sich die Liechtensteiner mit einem 2:0-Auswärtssieg bei Atletic d’Escaldes (Gesamtskore 6:0) das Ticket für die 3. Runde gegen Inter Turku (Finnland).
Die einzige Heimniederlage aus den letzten 22 Pflichtspielen vor eigenem Publikum kassierten die Liechtensteiner ausgerechnet in ihrem jüngsten Heimauftritt (0:1 gegen Aarau).
Sollten die Gäste heute drei Punkte mitnehmen, würde der FCSG einen neuen Vereinsrekord aufstellen: Es wären erstmals in der St. Galler Super-League-Historie vier Auswärtssiege in Folge.
Die Vorzeichen versprechen ein Duell auf Augenhöhe: Während der FC St. Gallen seit 14 Auswärtsspielen in der Super League ungeschlagen ist, verlor der FC Vaduz nur eines seiner letzten 22 Heimspiele in der Challenge League.
Die Hausherren sind gewarnt: In ihren letzten fünf Super-League-Spielzeiten holten die Liechtensteiner am 2. Spieltag insgesamt lediglich einen einzigen Zähler.
Der FC St. Gallen reist mit enormem Selbstvertrauen an. Die Espen verloren nur eines ihrer letzten 19 Ligaspiele und sind seit 14 Partien in der Fremde ungeschlagen – laufender Vereinsrekord.
Ein Blick auf die Daten des 1. Spieltags zeigt gegensätzliche Ansätze: Vaduz verzeichnete mit 440 Pässen und einer Quote von 80 Prozent gepflegtes Aufbauspiel. St. Gallen hingegen agierte deutlich direkter und wies mit 298 Pässen (67 Prozent Passquote) den tiefsten Ligawert auf.
FCV-Schlussmann Leon Schaffran fehlt heute gesperrt. Er holte sich am 1. Spieltag wegen einer Notbremse die erste Rote Karte der laufenden Super-League-Saison ab – zugleich der erste Platzverweis seiner Profikarriere.
Aufpassen muss die Vaduzer Hintermannschaft vor allem auf Lukas Görtler. Mit zwölf Scorerpunkten im Kalenderjahr 2026 (7 Tore, 5 Vorlagen) ist der FCSG-Captain der torgefährlichste Akteur der Gäste.
Besondere Aufmerksamkeit gilt Dejan Sorgic: Der FCV-Angreifer ist der einzige Akteur im Kader beider Teams, der in der Super League bereits gegen den heutigen Gegner traf – und das insgesamt bereits zehnmal.
Die Reise ins Rheinpark Stadion erwies sich für St. Gallen in der Vergangenheit meist als mühsam. Von bisher acht Super-League-Gastspielen in Vaduz konnte der FCSG lediglich ein einziges gewinnen (2 Remis, 5 Niederlagen).
Die Bilanz spricht historisch für die Liechtensteiner: Gegen keinen anderen Kontrahenten feierte Vaduz in der Super League mehr Siege (8) und erzielte mehr Tore (26) als gegen den FC St. Gallen.
Auch das letzte Heimspiel blieb in Erinnerung. Zum einten aufgrund der damaligen Covid-19-Restriktionen, da das Stadion leer war und zum anderen gewann der FCV das Duell mit 2:1.
Erstmals seit April 2021 stehen sich der FC Vaduz und der FC St. Gallen wieder im Oberhaus gegenüber. Das letzte Duell entschieden die Ostschweizer noch im damaligen Kybunpark knapp mit 1:0 für sich.