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    Logo of the Bergbahnen Toggenburg in Wildhaus-Alt St. Johann, Canton of St. Gallen, Switzerland, on February 20, 2018. Picture taken during a snowshoe circular hiker from above the mountain station Alp Sellamatt in Alt St. Johann on a section of the «Toggenburger Hoehenweg» path, organised by Pro Senectute's cantonal section of Bern. (KEYSTONE/Christian Beutler) Logo der Bergbahnen Toggenburg in Wildhaus-Alt St. Johann, Kanton St. Gallen am 20. Febuar 2018. Bild aufgenommen waehrend einer Schneeschuh-Rundwanderung von der Bergstation Alp Sellamatt in Alt St. Johann auf einem Teilstueck des «Toggenburger Hoehenwegs», organisiert und durchgefuehrt durch die Pro Senectute Sektion Kanton Bern. (KEYSTONE/Christian Beutler)  (CHRISTIAN BEUTLER)

Wintermärchen mit Fragezeichen

In wenigen Wochen startet die neue Wintersaison, aber unter zunehmend schwierigeren Bedingungen. Der Wintertourismus befindet sich in der Region an einem Wendepunkt: Preise steigen, Logiernächte gehen vielerorts zurück und in Wildhaus streiten Bergbahnen.
Der erste Schnee fällt in diesen Tagen und die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich sagt gleich schon einen teureren Winter voraus. Hotels und Restaurants gehen davon aus, ihre Preise in den nächsten drei Monaten steigern zu können. Genauer gesagt, mehr als die Hälfte aller befragten Betriebe glaubt, mehr verlangen zu können. Es ist das erste Mal seit Jahren, dass die Tourismusindustrie wieder an höhere Preise glaubt. 
 
Die Prognosen überraschen doch angesichts der Tatsache, dass in vielen Orten der Region die verzeichneten Logiernächte zuletzt weiter gesunken sind. In der Wintersaison 2018/19 nahmen beispielsweise in Malbun gemäss den Ergebnissen des Amtes für Statistik die Logiernächte in der Hotellerie im Vergleich zum Vorjahr leicht ab. In der Wintersaison 2018/19 verbrachten die Gäste 62 731 Logiernächte in den Hotels in Liechtenstein. Dies sind 1,5 Prozent respektive 986 Logiernächte weniger als im Vorjahr. In den Monaten November, März und April lagen die Logiernächte aber über dem Vorjahresniveau. In den Monaten Dezember, Januar und Februar konnte das Vorjahresniveau jedoch nicht erreicht werden. 
 
Bergbahnenstreit geht weiter
 
In der Ostschweiz gingen die Logiernächte im Zeitraum von 2008 bis 2018 um insgesamt fünf Prozent zurück, in Graubünden gar um 18 Prozent, belegen die jüngsten Zahlen des Bundesamtes für Statistik. Hotellerie Suisse spricht von einem Strukturwandel: «Die Anzahl der Betriebe ist in den Bergregionen rück-läufig und geht mit einer stagnierenden Nachfrage einher, was in vielen Regionen zu einem beschleunigten Struktur-
wandel führt.» 
 
Verschont geblieben vom Rückgang der Logiernächte ist zuletzt die Region Wildhaus/Alt St. Johann: «Die letzten beiden Jahre haben wir im Toggenburg eine deutliche Steigerung der Hotellogiernächte erzielt und dies im Gegensatz zu vielen anderen Ostschweizer Destinationen», sagt Christian Gressbach, Geschäftsführer von Toggenburg Tourismus. Hinsichtlich des anstehenden Winters sei er aber verhalten optimistisch. Das Jahr 2019 werde man voraussichtlich erneut mit einem Plus gegenüber dem Vorjahr abschliessen. 
Gressbachs verhaltene Prognose mag darauf zurückzuführen sein, dass der leidige Bergbahnenstreit nach wie vor im Gange ist. Ende September wurde bekannt, dass sich die Toggenburger Bergbahnen und die Bergbahnen Wildhaus in ihrem Streit nicht einigen konnten und es kommenden Winter für die beiden benachbarten Skigebiete kein gemeinsames Ticket gibt. Die Bergbahnen Wildhaus AG befindet sich seit Jahren im Streit mit ihrem einstigen Partner, der Toggenburg Bergbahnen AG mit Sitz in der Ortschaft Unterwasser, das ebenfalls zur Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann gehört. Während zwanzig Jahren betrieben die inzwischen verfeindeten Firmen ein gemeinsames Skigebiet. Jetzt werden wegen Streitereien jegliche Verbindungen zueinander gekappt. In einer Medienmitteilung von Toggenburg Tourismus heisst es knapp: «Alle Bemühungen zu einem gemeinsamen Ticket der beiden privatrechtlichen Bergbahnunternehmen im oberen Toggenburg sind gescheitert.»
 
Toggenburg Tourismus resigniert
 
Eine rasche Lösung zeichne sich auch nicht ab. Die Toggenburg Bergbahnen AG (TBB) sehe das «unfreundliche» Übernahmeangebot an die Aktionäre der Bergbahnen Wildhaus AG (BBW) als einzigen Weg zu einem regionalen Ticket. Alle bisherigen Vorschläge oder Ideen würden nur den Prozess zu «markt-
gerechten Strukturen» behindern und würden durch die TBB daher kategorisch abgelehnt. «Die touristischen Akteure und Betroffene, wie Einwohner und Zweitwohnungsbesitzer, können die aktuelle Situation nur zur Kenntnis nehmen. Nach jahrelangen Bemühungen für eine kurzfristige Lösung setzt nun auch Toggenburg Tourismus die Anstrengungen aus», heisst es abschliessend in der Mitteilung. Dies könnte sich nun offenbar vereinzelt bei den Buchungen der Gäste niederschlagen. Im Vergleich zum Vorjahr weisen beispielsweise die aktuellen Zahlen des Reka-Feriendorfs in Wildhaus einen Buchungsrückgang um rund zehn Prozent aus. Bei Reka vermutet man hinter den sinkenden Zahlen eben die getrennten Skitickets. 
Bei Toggenburg Tourismus ist man sich der Probleme rund um die getrennten Skitickets bewusst, ändern lässt sich vorerst nichts daran.  (rpm)
09. Nov 2019 / 12:42
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