• Bernd Hartmann
    Das VP-Bank-Gebäude in Triesen.  (Daniel Schwendener)

VP Bank: Mehr Gewinn, mehr Neugeld

Die VP Bank hat im Geschäftsjahr 2019 den Gewinn um rund einen Drittel erhöht und verzeichnet positive Neugeldzuflüsse. Die Aktionäre sollen nun eine unveränderte Dividende von 5,50 Franken je Aktie erhalten.

Der Konzerngewinn erhöhte sich laut den am Dienstag vorgelegten definitiven Zahlen um 34 Prozent auf 73,5 Millionen Franken. Das Finanzinstitut hat zudem bei den betreuten Kundenvermögen (AuM) klar zugelegt: Bei einem Netto-Neugeldzufluss von 2,3 Milliarden Franken (VJ +3,2 Milliarden) stiegen die AuM per Ende Jahr um rund 15 Prozent auf 47,6 Milliarden Franken. Zum Neugeldzufluss hätten alle internationalen Standorte beigetragen, hiess es.

Verbessertes Kosten-/Ertragsverhältnis
Insgesamt steigerte das Vermögensverwaltungsinstitut den Geschäftsertrag um 12,7 Prozent auf 327,8 Millionen Franken. Vor allem im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, aber auch im Handelsgeschäft konnte die Bank klar zulegen. Schwächer war der Anstieg im Zinsengeschäft, wo sich die tiefen Zinsen bemerkbar machten.

Die Kosten nahmen mit einem Anstieg um 5,4 Prozent auf 244,8 Millionen Franken weniger stark zu als der Ertrag. Der Sachaufwand war dabei sogar rückläufig, was allerdings vor allem hauptsächlich auf eine Änderung der Rechnungslegung (IFRS 16 zu Leasingverhältnissen) zurückzuführen war.

Der Personalaufwand erhöhte sich wegen der Einstellung von neuen Kundenberatern und weiteren Wachstumsinitiativen. Das Verhältnis Aufwand zu Ertrag, die sogenannte Cost-Income-Ratio, verbesserte sich auf 67,6 Prozent nach einem Wert von 75,8 Prozent im Vorjahr.

Neuer Strategiezyklus
Mit Beginn des Geschäftsjahres 2021 will die VP Bank einen neuen Strategiezyklus bis 2025 beginnen. Dabei wolle die Bank "sich bietende Chancen ergreifen" und den Gewinn auf 100 Millionen Franken steigern. Künftig baue das Institut dabei auf vier strategische Geschäftsfelder, heisst es: "Retail & Commercial Banking", «Wealthy Individuals», «Intermediaries» und "Client Solutions".

Neu definiert werden auch die finanziellen Mittelfristziele. So will die VP Bank pro Jahr Neugelder von "mindestens 4 Prozent" der Kundenvermögen (AuM) anziehen. Die Gewinnmarge soll grösser als 15 Basispunkte der AuM betragen und für die Cost-Income-Ratio wird ein Wert von 70 Prozent angestrebt. Zudem soll die Tier 1 Ratio per Ende 2025 grösser als 20 Prozent sein.

Gewinnziel 2020 in Gefahr
2020 werde ein «Übergangsjahr», schreibt die Bank. Zum einem gehe der Strategiezyklus zu Ende, zum anderen zeige der Finanzmarkt unter anderem wegen des Coronavirus eine deutliche Abschwächung. Das werde im Kundengeschäft wie auch bei den Finanzanlagen Auswirkungen auf die Ertragsentwicklung haben. Insbesondere das Gewinnziel von 80 Millionen Franken werde deshalb «schwer zu erreichen sein».

Änderungen gibt es derweil im Verwaltungsrat. Auf die Generalversammlung 2020 wird Fredy Vogt das VR-Präsidium abgeben, sein Nachfolger soll Vizepräsident Thomas Meier werden. Vogt soll als einfaches Mitglied im VR bleiben. Zudem wird Katja Rosenplänter-Marxer als neues VR-Mitglied vorgeschlagen während Teodoro Cocca aus dem Gremium austritt. (awp)

10. Mär 2020 / 08:38
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