• Bank Alpinum in Vaduz
     (Daniel Schwendener)

Tabula Rasa bei Bank Alpinum

Die Liechtensteiner Bank Alpinum erlebt eine Zeit des Umbruchs: Nun gehen auch der interimistische CEO sowie der Head Private Banking. Von der bisherigen Geschäftsleitung bleibt niemand übrig.

Die Bank Alpinum hatte sich erst Ende Februar per sofort von ihrem CEO Stephan Häberle getrennt. Zu diesem Zeitpunkt begründete die Bank den Schritt als eine Reaktion auf ein gestörtes Vertrauensverhältnis zwischen Häberle und dem Verwaltungsrat. Der bisherige COO Jürgen Bewernick übernahm übergangsweise die Geschäftsführung der Bank.

Es sollte nur vier Wochen lang gehen, bis auch  hier die Reissleine gezogen wird. Er informierte die Mitarbeiter der Bank diese Woche in einer internen E-Mail, welche «Wirtschaft regional» vorliegt. Darin erklärt er, dass es nicht sein Ziel und Plan war, als angestellter Manager tätig zu sein. Aus diesem Grund habe er sich entschieden, wieder seinen unternehmerischen Aktivitäten nachzugehen. Allerdings geht er nicht sofort. Er soll die Bank solange weiter leiten, bis sich ein neuer CEO gefunden hat. «Es war für mich eine grosse Freude, die Bank in den vergangenen Monaten bei ihrem Wandel zu begleiten», schreibt er.  

Bank sucht externen CEO
Die Bank wollte auf Anfrage die Kündigung weder direkt bestätigen, noch dementieren. Der Verwaltungsrat sagt nur so viel: «Der vom Verwaltungsrat eingeleitete Suchprozess fokussiert aus verschiedenen Gründen bewusst auf externe Kandidaten zur dauerhaften Besetzung der CEO-Position». Unterstützt werde das Gremium von einer professionellen Personalberatung. Für seine ausgesprochene Einsatzbereitschaft, seine Kompetenz und seine Loyalität zum Unternehmen in einer wichtigen Übergangszeit sei man Jürgen Bewernick aber sehr verbunden.  

Neuanfang mit neuer Mannschaft
Bewernick war der Einzige nach dem Abtritt von Stephan Häberle, der noch in der Geschäftsleitung der Bank verblieben ist . Beide arbeiteten bereits früher bei der Medibank zusammen. Auch der Head Private Banking, Christoph Haller, verlässt das Institut bereits nach einem Jahr wieder. Die Bank selbst wollte dies aber nicht bestätigen. Er war davor für die Bank Frick sowie für die Raiffeisen Privatbank tätig.

Nun sucht die Bank nach einem neuen Führungsteam. Wie Quellen innerhalb der Bank ebenfalls berichten*, wurde der jetzige Direktor, Alexander Büchel, zwar vom Verwaltungsrat in die Geschäftsleitung gewählt, allerdings wurde jener noch nicht von der Finanzmarktaufsicht bestätigt. Damit stehen alle Zeichen bei der Bank auf Neuanfang. «Wir versichern, dass die Bank Alpinum jederzeit über genügend Fachpersonal verfügt», heisst es auf Anfrage bei der Bank Alpinum weiter.

Der Verwaltungsrat habe auf Basis vergangener Vorkommnisse eine Überprüfung zahlreicher Geschäftsvorgänge durchführen lassen und eine massive Verschärfung der internen Kontrollmechanismen und anderer Abläufe angeordnet. Die dauerhafte Implementierung dieser Veränderungen sowie die strategische Weiterentwicklung der Bank werden zu den Kernaufgaben des neuen CEO gehören. Im VR sitzen Peter Cott, Yousef Sherkati und Jan Urs Schoch. (dal)

*Namen der Redaktion bekannt

29. Mär 2019 / 18:46
Geteilt: x
1 KOMMENTAR
Unfähige FMA
Ich frage mich, wie lange die FMA diesem Treiben eigentlich noch zusieht. Dieser Bank gehört die Lizenz schon lange entzogen, da sie auch dem Bankplatz Liechtenstein Imageschaden zufügt. Ist die FMA einfach nur unfähig oder werden hier wieder einmal irgendwelche Spielchen gespielt.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 30.03.2019 Antworten Melden

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