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    The center of Vaduz in the principality of Liechtenstein, pictured on November 4, 2010. (KEYSTONE/Peter Klaunzer) Das Zentrum von Vaduz, Liechtenstein, aufgenommen am 4. November 2010. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)  (PETER KLAUNZER)

Superreiche Eigentümer im Kreuzfeuer

Der Minderheitsaktionär der Union Bank, Kostyantin Zhevago, wurde auf eine internationale Fahndungsliste gesetzt, wie Behörden diese Woche bestätigen. Er ist nicht der einzige zweifelhafte Millionär.

Ein Aktionär der Liechtensteiner Union Bank sorgt für Schlagzeilen. Mit 21,2 Prozent ist die Tremezzo Foundation am Institut beteiligt, hinter welcher der ukrainische Milliardär Kostyantin Zhevago steht. Er wurde von Ermittlern auf eine internationale Fahndungsliste gesetzt, wie die ukrainische Staatsanwaltschaft diese Woche bestätigte. Der Grund dafür ist, dass er nicht zu Befragungen erschienen ist. Diese drehten sich um ein anderes Finanzinstitut, das dem Unternehmer bis zum Jahr 2015 gehörte. Dabei geht es um die ukrainische «Finance and Credit Bank» in Kiev, die vor vier Jahren Insolvenz anmelden musste. Ukrainische Behörden haben in diesem Fall eine Strafuntersuchung eingeleitet und sie verdächtigen Zhevago laut Medienberichten, Gelder der Bank unterschlagen sowie Geldwäsche im grossen Stil betrieben zu haben. Zhevago ist Mehrheitsaktionär des Bergbauunternehmens Ferrexpo Plc mit Sitz in der Schweiz, das an der Londoner Börse kotiert ist. Sein Vermögen soll sich auf 1,4 Milliarden Dollar belaufen.

Zwei weitere Aktionäre der Union Bank hatten in den letzten Monaten bereits für Aufsehen gesorgt. Zum einen ging es dabei um den Hauptaktionär und Verwaltungsratspräsidenten Mohammad Dastmaltchi, zum anderen um die türkische Gesellschaft Mulberry. Der Grund war ein Korruptionsskandal in Venezuela. Wie Staatsanwalt Robert Wallner auf Anfrage unlängst bestätigte, wurden Beweismittel gesichert und Vermögen gesperrt. Das Fürstliche Landgericht führt über Antrag der Staatsanwaltschaft seit Monaten eine Voruntersuchung gegen mehrere natürliche und juristische Personen, welche des Verbrechens der Geldwäscherei verdächtigt werden.

Rowland in den Schlagzeilen

Es sind nicht die einzigen Eigentümer einer Liechtensteiner Bank, die in die Schlagzeilen geraten. Auch der Besitzer der Liechtensteiner Banque Havilland geriet diese Woche ins Kreuzfeuer. Geleakte Mails sollen zeigen, dass Prinz Andrew wiederholt seine Rolle als Handelsbeauftragter für Grossbritannien ausgenutzt habe, um seinem Millionärsfreund David Rowland mit dessen Luxemburger Privatbank Havilland zu helfen. Das berichtet die «The Mail on Sunday». Rowland soll ein Unternehmen in einem karibischen Steuerparadies gehabt haben. Das Ziel: Wohlhabende Kollegen und Freunde dazu zu bringen, in steuerfreie Offshore-Fonds zu investieren, so die Recherche der britischen Zeitung «The Mail on Sunday». Auch Geldwäsche könnte darüber betrieben worden sein. Die Banque Havilland in Liechtenstein wird dabei nicht erwähnt, lediglich der Besitzer. 

Der Hauptsitz der Bank befindet sich in Luxemburg. Weitere Standorte sind unter anderem die Schweiz und Monaco. Der Name der Banque-Havilland-Gruppe tauchte zuletzt des öfteren auf. Einmal im Zusammenhang mit dem Korruptions- und Geldwäschereiskandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB. Und dann auch wegen Währungsmanipulationen in Katar. Die Banque Havilland in Luxemburg äusserte sich auf Anfrage gestern und erklärte aber: «Banque Havilland S.A. ist nicht in den kürzlich in der Presse berichteten Aktivitäten involviert.»

07. Dez 2019 / 16:35
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