• Industriegebiet Triesen
    Die liechtensteinische Volkswirtschaft ist seit März stark beeinträchtigt.  (Daniel Schwendener)

Schlechte Lage in der Wirtschaft

In der Konjunkturumfrage des ersten Quartals 2020 spiegelt sich die Corona-Krise wider, welche seit Mitte März anhält.

Am Ende des ersten Quartals wird die allgemeine Lage in der Industrie und bei den Dienstleistungsunternehmen in Liechtenstein gemäss der vom Amt für Statistik durchgeführten Konjunkturumfrage weitgehend als schlecht beurteilt. 50 Prozent der befragten Unternehmen (gewichtet nach Beschäftigten) bezeichnen die allgemeine Geschäftslage als schlecht und 41 Prozent als befriedigend. Gleichzeitig erfreuen sich immerhin neun Prozent über eine gute allgemeine Lage.  

Industrie

Die COVID-19-Pandemie hinterlässt deutliche Spuren beiden Industrieunternehmen. Rund 70 Prozent der befragten Unternehmen schätzen die allgemeine Lage am Ende des 1. Quartals als schlecht ein. Die Verschlechterung der Geschäftslage gegenüber dem Vorquartal drückt sich in sinkenden Auftragseingängen, einer zurückgehenden Maschinen- und Anlagenauslastung sowie einer verschlechterten Rentabilität aus. Schliesslich hat sich auch der Personalbestand im 1. Quartal verringert.

Auch für das 2. Quartal zeigen sich die Unternehmen pessimistisch. Es wird mit einer weiteren Verschlechterung der Geschäftslage gerechnet. Bei den Auftragseingängen zeichnet sich keine Entspannung ab und es wird sowohl mit einer Verschlechterung der Maschinen- und Anlagen auslastung als auch der Rentabilität gerechnet. Einzig bei der Entwicklung des Personalbestands zeigt sich etwas Optimismus. Zumindest stellen sich die Befragten im laufenden Quartal auf keine weitere Reduktion ein.  

Dienstleistungen

In den befragten Dienstleistungsbranchen, welche zum ersten Mal für diese Umfrage berücksichtigt wurden, wird die Geschäftslage als befriedigend eingeschätzt. Allerdings hat sie sich in einer Mehrzahl der Unternehmen im 1. Quartal 2020 verschlechtert. Eine rückläufige Nachfrage sowie eine Verschlechterung der Gewinnsituation prägen die Entwicklung im vergangenen Quartal. 73 Prozent der Befragten machen andere als die vorgeschlagenen Leistungshemmnisse aus, wobei auch hier die Unsicherheiten aufgrund von COVID-19 dominieren. Daneben werden aber auch eine zunehmende Regulierungsdichte als auch interne Faktoren als Leistungshemmnisse identifiziert.

Für das laufende 2. Quartal rechnen die Dienstleistungsbetriebe verbreitet mit einer weiteren Verschlechterung der allgemeinen Lage. 67 Prozent erwarten eine Verschlechterung, während nur 30 Prozent von einer stabilen Entwicklung ausge hen. Auf eine Verbesserung vertrauen gerade einmal drei Prozent der Befragten. Trotz einer erwarteten Stabilisierung der Nachfrage, stellen sich die Unternehmen auf einen Rück gang der Gewinnsituation ein. Negative Auswirkungen auf den Personalbestand zeichnen sich noch nicht ab. (pd/red)

14. Mai 2020 / 09:38
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