• LKW in Schaan
    Der LKW-Hauptsitz in Schaan.  (Michael Zanghellini)

LKW: Fast 9 Millionen Franken Gewinn

Die Liechtensteinischen Kraftwerke blicken mit einem Gewinn von 8,9 Millionen auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 zurück. Trotz hoher Investitionen und Aufwänden in vielen Bereichen haben sich vor allem die tiefen Strombeschaffungskosten am Spotmarkt positiv auf das finanzielle Ergebnis ausgewirkt.

Die LKW erzielten im Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz von 88.9 Millionen Franken und einen Jahresgewinn von 8.9 Millionen Franken. Davon werden rund 2.7 Millionen an das Land Liechtenstein ausgeschüttet.

Herausforderungen in der Energiewirtschaft
Im Vergleich zum turbulenten 2018 zeigte sich das Jahr 2019 von der freundlichen Seite. Vor allem die tiefen Erdgaspreise und die milde Witterung sorgten dafür, dass auch die Strompreise am Spotmarkt vergleichsweise tief blieben, was sich positiv auf das finanzielle Ergebnis ausgewirkt hat. Die Strombeschaffung erfordert aber je länger je mehr ein ausgeklügeltes Beschaffungs- und Systemmanagement, um die fehlende Ausgleichsenergie der inländischen Photovoltaikanlagen, deren Produktion stark der Witterung ausgesetzt ist, zu beschaffen. Die LKW haben bereits im Vorjahr wirksame Massnahmen ergriffen, die Kosten für die Ausgleichsenergie zu begrenzen. Diese Thematik wird zunehmend komplexer, da Liechtenstein im Zuge der Energiestrategie 2030 weitere umfangreiche Ausbauten im Sektor Photovoltaik verfolgen wird.

Anhaltend stabile Strompreise für Haushaltskunden
Die Privatkunden der LKW profitieren seit Jahren von stabilen und gleichbleibenden Energiepreisen. Dabei schneiden die LKW hinsichtlich Kosten für Energie und Netze im regionalen Vergleich gut ab. Die Preisänderungsrisiken werden von den LKW getragen, weshalb die Strompreise für die Haushaltskunden von den Schwankungen am
Strommarkt nicht betroffen sind.

Glasfaser-Datenautobahn weit vorangeschritten
Der Glasfaserausbau schreitet voran und gewinnt täglich an Boden. Ende 2019 wurde der Ausbaugrad gegenüber dem Vorjahr um fast 20 Prozent erhöht. Mit 11'176 Anschlüssen respektive einem Ausbaugrad von 53.9 Prozent schliesst das Land Liechtenstein im internationalen Vergleich an die absolute Spitze auf.

Im Jahr 2019 wurde ein Grossteil der Gemeinden Vaduz, Triesen und Schaan ausgebaut. Im Frühjahr 2019 wurde das Gebiet Flux in Eschen und Ende Dezember die Gemeinde Mauren vom alten Telefonnetz getrennt. Beinahe ausnahmslos alle Anwohnerinnen und Anwohner sind problemlos auf das neue Netz umgestiegen.
Die sogenannte «Take rate» (Nutzungsrate) liegt mit 35.8 Prozent noch relativ tief. Dies wird sich aber im Jahr 2020 ändern, da rund 2700 alte Telefon- und Kabelfernsehanschlüsse ausser Betrieb genommen werden.

Umsetzung der UNO-Entwicklungsziele
Die LKW unterstützten die Regierung bereits in der Umsetzung der Energiestrategie 2020 und orientieren sich an den «Sustainable Development Goals» der UNO für eine nachhaltige Entwicklung. Darunter soll der Ausbau von erneuerbarer Energie weltweit gefördert und erhöht werden. Liechtenstein konnte mit der Umsetzung der Energiestrategie 2020 bereits konkrete Massnahmen ergreifen und ist erfolgreich unterwegs.

Die LKW setzen sowohl bei der Produktion, den Stromprodukten als auch bei den Dienstleistungen auf Nachhaltigkeit und unterstützen das Ansinnen mit dem Ausbau von Elektromobilität, Wärmepumpen-Contracting und Photovoltaik. Im Jahr 2019 konnten drei weitere grosse LKW-eigene PV-Anlagen mit einer Jahresproduktion von 139'000 kWh
realisiert werden. Trotz aller Bemühungen liegt der Verbrauch von erneuerbarer elektrischer Energie in
Liechtenstein aber bei nur circa 35 Prozent. Die LKW bieten sowohl standardisierte Ökostromprodukte als auch massgeschneiderte Lösungen für Grosskunden an, sodass die Liechtensteiner Wirtschaft die Möglichkeit hätte, kostengünstig auf erneuerbaren Strom umzusteigen.

Smart Grid - Effizienter Unterhalt des Stromnetzes
Mit der flächendeckenden «Smart-Meter»-Infrastruktur, die die LKW seit 2012 realisiert haben, konnten das Verteilernetz und die Planung optimiert werden. Ein nächster Schritt erfolgte nun mit dem Einsatz eines neuen IT-Tools für «Smart Grid», das mit den Daten der «Smart-Meter»-Messung präzise Aussagen über das Stromnetz machen kann. Mit Hilfe dieser neuen Software können die LKW in Zukunft die Investitionen ins Stromnetz optimieren. Damit minimieren sich die Aufwendungen für den Betrieb und Unterhalt des Netzes, was sich mittelfristig kostendämpfend auf die Netznutzungsgebühren auswirkt, ohne die Netzqualität zu mindern. (pd)

27. Mär 2020 / 09:19
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