­
­
­
­

Liechtenstein: BIP steigt um 1,5 Prozent

Das Bruttoinlandsprodukt Liechtensteins betrug gemäss den Berechnungen des Amtes für Statistik im Jahr 2016 rund 6,1 Milliarden Franken. Gegenüber dem Vorjahr nahm das nominale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,5 Prozent zu. Wesentlich zur Produktion der liechtensteinischen Volkswirtschaft tragen auch die Zupendler und Zupendlerinnen aus dem Ausland bei. Über die Hälfte der Liechtensteiner Arbeitskräfte wohnt im Ausland.
BIP 2016
Das warenproduzierende Gewerbe legte um 14 Prozent zu (Bild: Keystone/GAETAN BALLY)

Die Bruttowertschöpfung der Liechtensteiner Volkswirtschaft betrug im Jahr 2016 rund 5,9 Milliarden Franken. Der Wirtschaftsbereich mit dem grössten Anteil daran war der Bereich Industrie und warenproduzierendes Gewerbe mit rund 2,6 Milliarden Franken Bruttowertschöpfung. Dieser exportabhängige Wirtschaftsbereich fand nach der 2015 erfolgten Aufhebung des Mindestkurses des Frankens zum Euro mit einem kräftigen Plus von 14 Prozent auf den Wachstumspfad zurück.

Der zweitgrösste Wirtschaftsbereich der Liechtensteiner Volkswirtschaft, die Allgemeinen Dienstleistungen, verzeichnete einen Rückgang der Bruttowertschöpfung um 4,3 Prozent auf rund 1,6 Milliarden Franken. Auch der Finanzdienstleistungsbereich musste bei der Wertschöpfung einen Rückgang hinnehmen. Hier lag die erzielte Wertschöpfung bei rund 1.4 Milliarden und damit 6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Notenbanken hielten auch 2016 an ihrer lockeren Geldpolitik der Vorjahre fest und stressten die Finanzdienstleister weiterhin mit negativen Leitzinsen. Der Bereich Landwirtschaft und Haushalte verringerte seine Bruttowertschöpfung im Jahr 2016 um 3,3 Prozent auf rund 400 Millionen Franken. Die erzielte Wertschöpfung dieses Bereichs ergibt sich zum wesentlichen Teil aus der Vermietung von Liegenschaften und dem Eigenmietwert von selbst bewohnten Wohnungen der privaten Haushalte. 

Zunahme des Bruttonationaleinkommens

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) stieg im Jahr 2016 um 17,3 Prozent auf rund 5,8 Milliarden Franken. Im 2015 waren es noch rund 5 Milliarden gewesen. Der Anstieg des BNE erklärt sich hauptsächlich durch eine massive Zunahme der von liechtensteinischen Auslandinvestoren erwirtschafteten Vermögenserträge. Das Bruttonationaleinkommen stellt die wichtigste Einkommensgrösse der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung Liechtensteins dar. Es umfasst die Einkommen der Unternehmen, des Staates und der Einwohner aus Arbeit und Vermögen. (pd/red)

 

 

Lädt

Schlagwort zu Meine Themen

Zum Hinzufügen bitte einloggen:

Anmelden

Schlagwort zu Meine Themen

Hinzufügen

Sie haben bereits 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

Entfernen

Um «Meine Themen» nutzen zu können, stimmen Sie der Datenspeicherung hierfür zu.

Zustimmen

Kommentare
0 Kommentare
Kommentare hinzufügen
Noch Zeichen

Um Kommentare zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein!

Wenn Sie noch keinen Account haben, füllen Sie bitte die notwendigen Daten für eine Registrierung aus. Sie werden automatisch eingeloggt und können anschliessend Ihren Beitrag verfassen.

Anmelden oder registrieren

oder

Ähnliche Artikel

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hält trotz des Wirtschaftseinbruchs wegen der Coronapandemie an ihrer bisherigen Geldpolitik fest. Die Notenbank belässt den Leitzins bei -0,75 Prozent. (Archivbild)
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tastet in der Corona-Krise die Zinsen nicht an und führt damit ihre expansive Geldpolitik fort.
24.09.2020
Harry Zech, Mauren
#näherdran Mauren-Schaanwald
Der Schaanwälder Harry Zech führt den ersten und bislang einzigen Demeter-Weinbaubetrieb des Landes. Den Entscheid hat er nie bereut.
25.09.2020
US-Notenbankchef Jerome Powell will laut einer vorab publizierten Rede alles in seiner Macht stehende tun, um die Coronavirus-Krise rasch überwinden zu können. (Archivbild)
Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) will zur Überwindung der Coronavirus-Krise alles in ihrer Macht stehende in die Waagschale werfen.
22.09.2020
­
­