• Ivoclar Vivadent AG, Schaan
    Der Ivoclar-Vivadent-Hauptsitz in Schaan.  (Tatjana Schnalzger)

Ivoclar-Produktion in Schaan schliesst

Das Zahntechnikunternehmen Ivoclar Vivadent fährt seine Produktion in Schaan wegen des Coronavirus komplett herunter. An anderen Standorten bleibt der Betrieb in reduziertem Rahmen aufrecht erhalten.

Das Familienunternehmen Ivoclar Vivadent mit Hauptsitz in Schaan spürt die Auswirkungen des Coronavirus mit voller Wucht. Wie aus einem Schreiben an die Mitarbeiter hervorgeht, reduziert das Unternehmen den Betrieb in Europa sowie Teile der weltweiten Produktionstätigkeit auf Notbetrieb. Die Produktion in Schaan schliesst komplett, heisst es im Schreiben, das dem «Vaterland» vorliegt. Die Massnahme gilt vorerst bis zum 6. April. 

Hintergrund der drastischen Massnahmen ist das Ziel von Ivoclar Vivadent, die Zahl der Mitarbeitenden an den verschiedenen Standorten zu reduzieren und die Verbreitung des Coronavirus zu verringern. Es gibt aber auch  wirtschaftliche Gründe – gemäss dem internen Schreiben «die Tatsache, dass wir in den nächsten Wochen von einem rückläufigen Auftragsvolumen ausgehen». 

Mitarbeitende bezahlt freigestellt
Neben der Produktion in Schaan schliessen diejenigen in Bürs und Manila, in Naturns und in Seattle. In Somerset wird in den nächsten Tagen eine Entscheidung getroffen. In Ardent wird der Betrieb in reduziertem Rahmen aufrecht erhalten. «Die Produktionsmitarbeitenden an diesen Produktionsstätten werden bis zum 6. April
bezahlt freigestellt», schreibt Ivoclar Vivadent.

Für die Angestellten im Büro gilt ab sofort Homeoffice: «Alle Mitarbeitenden, die ihre Aufgaben auch im Homeoffice ausüben können, arbeiten ab Dienstag von zu Hause aus», sagt Sprecherin Anja Nöstler-Büchel. Sie betont, dass die Versorgung der Kunden mit Produkten weiterhin gesichert sei. «Kundendienst und Logistik bleiben besetzt, um unsere Kunden wie gewohnt optimal betreuen zu können», so Nöstler-Büchel. 

Kulante Regelung für Eltern
Ivoclar Vivadent ist sich bewusst, dass Homeoffice für Mitarbeitende mit Kindern derzeit eine grosse Herausforderung ist. Weil die Schulen geschlossen sind, müssen viele Eltern gleichzeitig zu Hause arbeiten und ihre Kinder betreuen. Darum zeigt sich das Unternehmen kulant: «Wir möchten die Kombination der beiden Tätigkeiten aufgrund der jetzigen Ausnahmesituation bis zum 6. April erlauben», heisst es im internen Schreiben. (vb)

16. Mär 2020 / 19:20
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