Coronavirus: Hilti reagiert mit Reisewarnung, Oerlikon wartet ab

Hilti ergreift Massnahmen wegen des Coronavirus. Wie Mediensprecher Matthias Hassler gegenüber Radio L schriftlich mitteilt, wurden an die Hilti-Mitarbeiter neue Anweisungen gegeben. Für Norditalien wird eine Reisebeschränkung festgelegt.

Oerlikon Balzers hingegen will mit solchen Massnahmen vorerst abwarten. Wie Mediensprecherin Alessandra Doell auf Anfrage erklärt, gibt es noch keine Schliessungen der Werke in Italien, die über 100 Mitarbeiter beschäftigen. In China setzt das Unternehmen auf gewisse Massnahmen: Jeder Mitarbeiter wird am Eingang kontrolliert, indem die Temperatur gemessen wird. Die Mensen und auch Pausenräume bleiben geschlossen. 

Solche Massnahmen sieht Oerlikon Balzers allerdings für die Italien-Standorte noch nicht als nötig an. Mittlerweile soll es 231 Fälle  in Italien geben, die allermeisten in den norditalienischen Regionen Lombardei und Veneto.

Trotz aller Vorsichtsmassnahmen weisst Doell darauf hin, dass die Todesrate des Corona-Virus deutlich geringer ist als bei einer Grippe. Die staatlichen Massnahmen in Italien seien bereits hoch, um eine Ausbreitung zu verhindern. In Mailand beispielsweise werden die öffentlichen Verkehrsmittel mehrmals täglich desinfiziert, die Bars schliessen bereits um 18:00 Uhr und Schulen bleiben teilweise geschlossen.

Oerlikon hat seinen Betrieb in zehn von 13 Beschichtungszentren in China wieder aufgenommen. Es gebe einen drastischen Rückgang bei den Neuansteckungen in China. (dal)

 

 

 

25. Feb 2020 / 16:29
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