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    Viele Betriebe in Liechtenstein müssen wegen des Coronavirus Kurzarbeit anmelden.  (GAETAN BALLY)

Hilfe für Unternehmer – der Überblick

Kurzarbeit, zinslose Kredite und monatlich 4000 Franken: Ein Überblick darüber, wo Firmen und Kleinunternehmer jetzt Hilfe holen können – und was sie dafür tun müssen.

Kurzarbeit: Voranmeldung per E-Mail möglich

Dank der neuen Verordnung der Regierung können Unternehmen aufgrund der Coronakrise überhaupt erst Kurzarbeit anmelden. Die Anmeldefrist wurde von sieben auf einen Tag reduziert. «Grundsätzlich ist ein Antrag auf Kurzarbeit im Original beim Amt für Volkswirtschaft einzureichen; wir  akzeptieren zur Erleichterung ab sofort eine Voranmeldung per E-Mail», erklärt Katja Gey als Amtsleiterin. Eine Auflistung aller betroffenen Mitarbeiter ist nötig. Ausnahmsweise genügt neu eine Bestätigung des Arbeitgebers, worin er erklärt, dass sämtliche Mitarbeiter über die Kurzarbeit und deren Folgen aufgeklärt wurden und einverstanden sind. Ein Handelsregisterauszug, eine Tabelle der Ferien- und Überzeit sowie ein Lohnjournal der letzten drei Monate sind ebenfalls notwendig. Die Formulare für die Voranmeldung und Abrechnung sind auf der Webseite des Amtes abrufbar. 

  • Unternehmerhotline für Kurzarbeitsentschädigung: Tel. 236 69 43 oder per Mail an kae.alv@llv.li
  • Die Formulare für die Kurzarbeitsentschädigung gibt es hier.

4000 Franken für Einzelunternehmer  

Der Landtag hat weitere Unterstützungsmassnahmen genehmigt. Vorgesehen sind liquiditätssichernde Kredite und Betriebskostenzuschüsse für Betriebe, die auf behördliche Anweisung schliessen mussten. Zudem werden gezielt Einzelunternehmer und Gesellschafter unterstützt, da sie von Kurzarbeitsentschädigung (KAE) ausgenommen sind. Einzelunternehmer und Gesellschafter von Kleinstunternehmen werden monatlich mit 4000 Franken unterstützt, damit sie ihre Fixkosten weiter bezahlen können. Die Details zur Antragsstellung und den Voraussetzungen für eine mögliche Unterstützung solcher Härtefälle  werden gerade vom Amt für Volkswirtschaft ausgearbeitet. Es werden dazu Antragsformulare sowie dazugehörende Merkblätter auf der Internetseite des Amtes für Volkswirtschaft aufgeschaltet, wie Katja Gey als Amtsleiterin auf Anfrage erklärte. 


Zinslose Kredite bei der LLB 

Eine weitere Massnahme soll dafür sorgen, dass Firmen Liquiditätsengpässe überwinden können und ihre Rechnungen sowie Löhne weiterhin bezahlen können. Ab Montag können Unternehmen Überbrückungskredite bei der Liechtensteinischen Landesbank (LLB) beantragen. Das Land gewährt dafür eine Ausfallgarantie für Kredite in Höhe von höchstens 25 Millionen Franken. Der Staat bürgt damit für die Rückzahlung der Darlehen an die Bank. Die Kredite werden während der Programmlaufzeit sowie auf sechs Monate danach zinslos gewährt. Danach werden sie zu einem marktüblichen Zinssatz verzinst. Bislang sind alle Massnahmen des Hilfspaketes auf Ende Juni befristet. Auf Anfrage erklärte die Landesbank gestern: «Wir sind ab Montag operativ bereit». Dann können Kredite beantragt werden. Weitere Details und konkrete Informationen werden bis spätestens Montag folgen.

(dal) 

21. Mär 2020 / 14:30
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