• «Wir haben in Vaduz vieles in Bewegung gesetzt», sagt Peter Thöny.  	Bild: Daniel Schwendener
    «Wir haben in Vaduz vieles in Bewegung gesetzt», sagt Peter Thöny. Bild: Daniel Schwendener-  (Daniel Schwendener)

Peter Thöny: «Habe meine Pflicht erfüllt»

Peter Thöny ist nach sieben Jahren als Präsident von Standortmarketing Vaduz zurückgetreten.

Wie kein Zweiter prägte Peter Thöny in der vergangenen Dekade das Vaduzer Erscheinungsbild. «Als Präsident von Standortmarketing Vaduz war es meine Aufgabe, meine Gemeinde sichtbar zu machen und darauf hinzuarbeiten, dass Personen nach Vaduz kommen – und auch bleiben», sagt Thöny. 
Doch jetzt, nach siebenjähriger Amtszeit, ist Schluss. Verschiedene Gründe hätten letztlich den Ausschlag zu diesem Entscheid gegeben: «Nach einer gewissen Zeit hat man einfach seine Pflicht erfüllt», ist er überzeugt. Die vergangenen Jahre seien aber auch nicht spurlos an ihm vorbeigegangen. 2017 sei aus persönlicher Sicht ein schwieriges Jahr gewesen. Zudem habe er es zuletzt als anstrengend empfunden, verschiedenste Interessensgruppen gleichzeitig zu bedienen und damit notgedrungen auch Leute vor den Kopf zu stossen. Denn schliesslich verdiene er sein Geld mit dem Detailhandel und müsse darauf achten, dass er die Leute nicht erzürne. 

«Werde mich nun auf den Detailhandel konzentrieren»
Peter Thöny stammt aus einer Unternehmerfamilie: Seit 1933 führen die Thönys eine Papeterie im Vaduzer Städtle. Im Laufe der Jahre kam eine weitere Filiale in Schaan dazu sowie der Bürofachmarkt in Vaduz. Mit der Mikado AG bauten sie erfolgreich einen Spielwarenladen in Kombination mit dem Buchladen Bücherwurm AG auf. Mit der Marke «YOU» stiegen sie dann in das Bekleidungsgeschäft ein und eröffneten Standorte in Vaduz und Chur. Das jüngste Projekt der Familie ist die Bäckerei und Konditorei «Balu». Auch die Zahl der Mitarbeiter wuchs in den vergangenen Jahren: Waren es anfangs der 90er-Jahre noch weniger als zehn, stieg deren Anzahl auf aktuell über fünfzig an. «Ich werde mich jetzt in erster Linie auf den Detailhandel konzentrieren. Jeder Bereich, in dem wir tätig sind, bringt eben seine ganz eigenen Herausforderungen mit sich.» 
Zum Präsidenten von Standortmarketing Vaduz wurde Thöny 2013 gewählt. Der Verein mit gut 130 Mitgliedern wird von der Gemeinde Vaduz, durch Sponsoring und Mitgliederbeiträge finanziert. In den letzten sieben Jahren hätten sein Team und er so einiges in Bewegung setzen können: Die Marke «Erlebe Vaduz» habe sich beispielsweise durchgesetzt oder mit «Vaduz on Ice» habe man einen publikumswirksamen Event etabliert, der auch den umliegenden Geschäften zum Vorteil gereiche. Auch das «Food Festival» und das «Buskers» finden regen Anklang. Im Gegenzug hätten sie auch Niederlagen einstecken müssen: «Gescheitert sind wir mit der Idee eines Wochenmarktes. Ich sah darin grosses Potenzial, die Wertschöpfung in 
Vaduz weiter anzukurbeln. Intern wurden dann aber Fehler gemacht und wir haben im Endeffekt auf die falsche Person bei der Konzeptgestaltung gesetzt.» 

Marketing und Parteipolitik passen nicht zusammen
Ein Nachfolger von Peter Thöny als Präsident von Standortmarketing Vaduz steht noch nicht fest. Interimistisch hat Toni Real das Amt übernommen. 
Welchen Rat gibt Thöny seinem Nachfolger aber mit auf den Weg? «Gestalte das Marketing für die Gemeinde Vaduz in einer politisch neutralen Atmosphäre. Die Vermischung von Marketing und Parteipolitik ist nie die beste Lösung. Zudem sollte jede deiner Ideen auch eine indirekte Wertneuschöpfung nach sich ziehen», sagt er.  (rpm)

 

24. Jan 2020 / 13:52
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