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    Die eine Hälfte der Erwerbstätigen in Liechtenstein erhielt brutto mehr, die andere weniger als 6775 Franken pro Monat.  (iStock)

Frauen erhalten weniger ausbezahlt

Die eine Hälfte der Erwerbstätigen in Liechtenstein erhielt brutto mehr, die andere weniger als 6775 Franken pro Monat.

Salopp liesse sich die Lohnstatistik 2018 so zusammenfassen: Treuhänder und Lehrer haben in Liechtenstein die höchsten mittleren Löhne. Frauen erhalten fast 15 Prozent weniger als Männer ausbezahlt. Das «Vaterland» hält weitere Beobachtungen aus den gestern veröffentlichten Daten fest.

  • Branchen: Die geringsten Lohnunterschiede zwischen dem ersten und dritten Quartil weisen das Bau- und Druckgewerbe auf (34 respektive 35 Prozent). Die höchsten Abweichungen finden sich in der Forstwirtschaft (111 Prozent), gefolgt von Unternehmensberatern (92 Prozent) und dem Finanzbereich (86 Prozent).
  • Lohnschwankungen: Einen deutlichen Anstieg verzeichneten 2018 die Löhne in der Alters- und Krankenpflege mit 6493 Franken (plus 12,9 Prozent gegenüber 2016). Im Bereich Erziehung und Unterricht, wo die höchsten Löhne ausbezahlt wurden, fand mit 8991 Franken hingegen eine Reduktion um 2,6 Prozent statt.
  • Alter: Zwischen 20 bis 44 Jahren steigt der Medianlohn mit zunehmenden Alter an (4613 bis 7375 Franken). Anschliessend stabilisieren sich die Zahlen. Auffällig: Ab 65 Jahren, also bei jenen, die nach dem Pensionsalter noch erwerbstätig sind, sinkt der Medianlohn deutlich. Genauso steigt die Lohndifferenz zwischen Mann und Frau mit fortschreitendem Alter.
  • Staatsbürgerschaft: Der Medianlohn von Liechtensteinern liegt 508 Franken über jenem von Einwohnern, die keinen blauen Pass haben. Mit einer Lohndifferenz von 7,8 Prozent vergrösserte sich die Schere innert zwei Jahren um 0,5 Prozentpunkte. Auch hier spielen die Geschlechter eine Rolle.
  • Pendler: Seit 2014 übertrifft der mittlere Lohn von Grenzgängern jenen der Bevölkerung – 2018 verdienten sie 111 Franken mehr. Dieser Vorsprung ergibt sich aus dem Industriesektor, denn bei den Dienstleistungen haben die erwerbstätigen Einwohner weiterhin die Nase vorn.
  • Unternehmensgrösse: Je mehr Mitarbeiter, desto grösser ist scheinbar der Medianlohn. Bei Grossunternehmen (mehr als 250 Beschäftigte) lag dieser 2018 mit 7718 Franken stolze 29,3 Prozent über den 5967 Franken von Kleinstunternehmen (bis zu neun Beschäftigte).

Grafik Stefan Aebi.

Hinweis
Die Lohnstatistik 2018 ist unter www.llv.li/as einsehbar.

20. Mai 2020 / 05:00
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1 KOMMENTAR
Wieder mit der "Ungerechtigkeitstrommel"
Lehrer sind also überbezahlt.
Wieviel % des Lehrpersonals sind Frauen?
Man muss innerhalb einer Berufsgruppe Vergleiche ziehen um dieser vermeintlichen Ungerechtigkeit auf die Spur zu kommen.
Ansonsten vergleicht man Birnen mit Bananen.

Pendler verdienen mehr, ist dies nicht ungerecht ggü. uns Liechtensteiner?
Besonders für Pendler aus A, mehr Lohn und weniger Lebensunterhaltkosten, kein Aufschrei wegen Ungerechtigkeit?
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 20.05.2020 Antworten Melden

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