FMA Mechatronic: Neuer Geschäftsführer gesucht

Stefan Dürr hat die Mehrheit seines Unternehmen FMA Mechatronic Solutions in Schaan verkauft. Im Alter von 66 Jahren hätte er eigentlich schon vor Jahren in den Ruhestand treten können. Es wurde Zeit, einen Nachfolger zu suchen.

Vor 22 Jahren kaufte Stefan Dürr die FMA Mechatronic Solutions in Schaan in einem Management-Buy-out. Nun hat sich der Inhaber und CEO Stefan Dürr entschieden, die Mehrheit seines Betriebes zu verkaufen, wie er am Donnerstag mitteilte. «Nach Gesprächen mit meinem Sohn Thomas zeigte sich, dass ihm der Betrieb zu gross geworden ist, um ihn zu übernehmen». Aus diesem Grund suchte Stefan Dürr, der inzwischen 66 Jahre alt ist, schon seit einiger Zeit nach einem geeigneten Käufer. Vater und Sohn führten das Unternehmen jahrelang gemeinsam. 

Den Zuschlag bekommen hat die deutsche Firma «Multi-Family Holding Liberta Partners». Die in München ansässige Firma habe einen «stark unternehmerischen» Ansatz, betont Dürr. Die Unternehmen könnten viele Synergien nutzen, auch wenn die Firmen in deren Portfolio mehrheitlich in anderen Geschäftsfeldern tätig sind. Liberta Partners ist eine von Unternehmern gegründete Multi-Family-Holding, die branchenunabhängig investiert und bei der Umsetzung von strategischen und operativen Herausforderungen hilft. Sie ist unter anderem auf Nachfolgeregelungen spezialisiert. 

Neuer Geschäftsführer gesucht


Vorerst ändert sich operativ nichts für die 40 Mitarbeiter des Unternehmens. Liberta Partners und Stefan Dürr werden gemeinsam mit dem Mitarbeiterteam am Produktionsstandort Schaan die Wachstumsstrategie der FMA weiterführen. Sein Sohn Thomas bleibt in einer führenden Funktion. «Wir müssen weiter wachsen», betont er. Die Beteiligung von Liberta Partners am Unternehmen eröffnet neue Chancen in der strategischen Expansion und insbesondere auch bei der Erschliessung neuer Geschäftsfelder. Die FMA Mechatronic Solutions produziert Aluminium-Prüfgeräte, beschäftigt sich mit Engineering und ist ein Systemlieferant in der Mechatronik. 

Dürr bleibt zwar vorerst Chef des Unternehmens, dennoch hat die Suche nach einem neuen Geschäftsführer begonnen. Denn eigentlich hätte Stefan Dürr schon vor zwei Jahren in Rente gehen können. Schon in absehbarer Zeit will der Unternehmer daher aus dem operativen Betrieb zurückziehen. In den vergangenen Jahren hat die FMA dabei ein beträchtliches Wachstum hingelegt – von 25 auf 40 Mitarbeiter. Doch die Abkühlung in der Halbleiterindustrie bekam das Unternehmen zuletzt zu spüren. «Im Vakuumbereich sind wir seit 25 Jahren einer der grössten Zulieferanten der VAT in Haag, gleichzeitig stellen wir ähnliche Klappen und Antriebe im Hydrobereich her», betont Dürr. Die Expansion bei VAT bedeutete eine sehr schöne Herausforderung. So wuchs das Unternehmen zwischen 30 und 40 Prozent mit. Genauso spürt das Unternehmen aber auch die Abkühlung im Sektor. Dennoch gehe es inzwischen bereits wieder aufwärts, wie Stefan Dürr betont. 

Standort in Schaan bleibt
Stefan Dürr übernahm 1996 die FMA Mechatronic Solutions AG. Seither hat er die FMA kontinuierlich zu einem führenden Zulieferer mechatronischer Baugruppen und Systeme für namhafter Industriekunden aus der Halbleiterindustrie, Wasserwirtschaft und anderen Branchen weiterentwickelt. Obwohl auch Dürr den Kostendruck und die Geschwindigkeit spürt und dabei die Option bestand, die Produktion nach Asien zu verlagern, kam das bisher nicht infrage. Ob der neue Eigentümer diesen Kurs beibehält, wird sich zeigen. «Dank der engagierten und entsprechend geschulten Mitarbeiter können wir alles in Liechtenstein erledigen», sagte Dürr schon vor zwei Jahren im Interview gegenüber «Wirtschaft regional». Das ganze Wachstum tragen seine Leute mit – nicht nur er selbst. Seine Mitarbeiter bezeichnet er als eine «grosse Familie». 

14. Okt 2019 / 14:19
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