• FKB Balzers Pino Puopolo 140911
    FKB-Geschäftsfüher Pino Puopolo: «Wir sind finanziell gesund und haben tiefe Verwaltungskosten».  (Daniel Ospelt)

«Die FKB geht keine höheren Risiken ein»

Pino Puopolo, Geschäftsführer der FKB Gesundheitskasse, zu den im Vergleich zur Konkurrenz massiv tieferen Krankenkassenprämien.

Die FKB Gesundheitskasse bietet auch 2020 die tiefsten obligatorischen Krankenkassenprämien in Liechtenstein. Gegenüber der teuersten Kasse, der Concordia, liegen die Prämien, je nach freiwilliger Kostenbeteiligung, zwischen 420 und 495 Franken tiefer pro Jahr. Mit diesem Vorteil bewirbt die FKB, welche mit 9279 Versicherten die Nummer zwei in Liechtenstein ist, auch aktiv potentielle Neukunden. 

Pino Puopolo, die FKB bietet für das kommende Jahr erneut die tiefsten OKP-Prämien in Liechtenstein. Wie ist das möglich?
Pino Puopolo: Die FKB ist als Verein organisiert und will nicht in erster Linie Geld verdienen, sondern mutet ihren Mitgliedern nur Prämien in einer Höhe zu, die für den gesunden Fortbestand der FKB erforderlich sind. Wir sind finanziell gesund und haben tiefe Verwaltungskosten.

Aber heisst dies nicht, dass die anderen zwei Anbieter den Versicherten einfach zu viel verrechnen? Oder geht die FKB einfach ein höheres Risiko ein?
Die finanzielle Sicherheit der Kassen ist gesetzlich geregelt. Die FKB geht keine höheren Risiken ein. Selbstverständlich verfügen wir zudem über die notwendigen Rückversicherungen.

Derzeit hat die FKB einen Markanteil von 20 Prozent. Wie viel Marktanteil hat sich die FKB zum Ziel gesetzt?
Der Marktanteil betrug letztes Jahr über 23 Prozent. Wir verfolgen das Ziel eines gesunden Wachstums. Das bedeutet, dass wir versuchen mit dem Wachstum auch laufend allfällig neue notwendige Reserven und Rückstellungen zu bilden.

Ganz offensichtlich sind die Liechtensteiner auch bei den Krankenkassen eher wechselfaul. Was sind aus Ihrer Sicht die Gründe dafür?
Ein wichtiger Bestandteil einer guten Versicherungsdeckung sind zweifelsohne auch die Zusatzversicherungen. Viele Leute scheuen sich noch vor dem Aufwand eines Kassenwechsels. Aus Sicht der FKB zu Unrecht, denn als kundenorientierter Dienstleistungsbetrieb bereiten wir vom Versicherungsantrag bis zur Kündigung beim Vorversicherer für den Interessenten alles vor.

Auch bei den freiwillig höheren Franchisen sind die Liechtensteiner zurückhaltend. Nur gerade 11 Prozent haben sich bisher dafür entschieden. Wird hier zu wenig informiert? Oder an was liegt das?
Mit dem heutigen System der freiwillig höheren Franchise befinden wir uns erst im dritten Betriebsjahr. Vor 10 Jahren war die Quote der Versicherten mit einer freiwillig höheren Franchise noch bei 4 Prozent.

Wie kann sich ein Kunde selbst einen Überblick verschaffen, ob sich eine höhere Franchise für ihn lohnt?
Grundsätzlich muss festgehalten werden, dass man kaum die Leistungsbeanspruchung eines folgenden Jahres vorhersehen kann. Es bleibt somit eine Risikoabschätzung. Unterstützend dazu kann der Versicherer die Leistungsbeanspruchung der letzten Jahre aufzeigen. (sap)

17. Okt 2019 / 08:23
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