•  (Keystone)

Deutsche Glücksspielfirma steckt hinter Casino in Schaan

Über die Pläne wollen sich die Betreiber nicht äussern. Doch der Handelsregisterauszug verrät die Namen.

Lange blieb es ruhig um das Casino Schaan. Wie das «Vaterland» nun aber aus gut unterrichteten Quellen erfahren hat, handelt es sich bei der Betreiberin um die deutsche Psmtec, einer Firma aus dem schwäbischen Illertissen. Gerüchten zufolge will das Unternehmen hierzulande unter einem anderen Namen auftreten. Was das Unternehmen in Liechtenstein genau plant, bleibt aber weiterhin offen. Kontaktversuche mit Teilinhaber und Geschäftsführer Anton Schmid blieben bis gestern erfolglos. Der deutsche Unternehmer Schmid will sich offenbar nicht zu seinem Vorhaben in Liechtenstein äussern. Auch die Axalo, welche den Bauherren vertritt, schweigt zu dieser Angelegenheit. Im Februar hatte Axalo immerhin bestätigt, dass es sich beim Projekt um ein Casino handle.

Bereits 2018 wurde die Firma in Liechtenstein gegründet
Wie ein Blick in das Handelsregister zeigt, wird die Spielstätte in Schaan bereits seit längerem geplant. Dort wurde am 14. Juni 2018 die «Grabaton Anstalt» gegründet. Eingetragen als Verwaltungsräte sind dort neben Patrick Kranz von Axalo auch Anton Schmid sowie Andreas Schmid, beide mit Wohnort in Illertissen. Letzterer ist der Sohn von Anton Schmid und ebenfalls in der Firma des Vaters tätig. Der Name «Grabaton» dürfte wegen des künftigen Standorts des Gebäudes gewählt sein. Das Casino wird an der Zollstrasse an der Kreuzung zu «Im Grabaton» gebaut. Der Zweck der Anstalt lässt allerdings noch keine Rückschlüsse auf das geplante Casino zu, doch das ist nach der Bewilligung des Amtes für Volkswirtschaft schnell geändert. Ob und wann eine solche vorliegen wird, ist nicht bekannt.

Die Psmtec gibt sich auch im öffentlichen Auftritt sehr zurückhaltend. Umsatzzahlen gibt das 2007 gegründete Unternehmen keine bekannt. In einem Artikel mit einer deutschen Zeitung war 2013 die Rede  von hundert Mitarbeitern und sieben Standorten. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Spielautomaten und macht auch die Spiele dafür selbst. Die Familie selbst ist seit den späten 80er-Jahren in der Glücksspielbranche. Anton Schmid erklärte gegenüber einem Branchenmagazin, dass er sich 1988 mit der Firma ASI für Geräte-Import aus Übersee selbstständig gemacht habe. Als zweites Standbein hat er eigene Standorte mit Spielgeräten betrieben.

Neben Schaan wird in Triesen geplant und in Balzers gestritten
Neben dem Casino in Schaan wird derzeit auch in Triesen und Balzers geplant. Bei letztem hingegen dürfte ein Rechtsstreit die geplante Eröffnung deutlich verzögern oder sogar ganz ausfallen lassen. Anwohner haben Klage beim Landgericht eingereicht, um das geplante Casinoprojekt im Coop-Gebäude zu stoppen. Sie sorgen sich wegen möglicher Lärmemissionen und sehen die Spielstätte am falschen Ort geplant. Die Bauherrschaft sowie die zukünftige Casino-Betreiberin drohten daraufhin den Nachbarn mit Millionenklagen, falls es zu einer zeitlichen Verzögerung des Projektes kommt. (ags)

02. Aug 2019 / 10:00
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1 KOMMENTAR
Einfach nur zum Kotzen...
Es ist einfach nur noch zum Kotzen was in diesem Land abgeht. Der Ausverkauf hat begonnen. Armes Liechtenstein, arme Landesverantwortliche.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 02.08.2019 Antworten Melden

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