Wirtschaftsminister kündigt Hilfspaket 2.0 an

Das Coronavirus bremst die Wirtschaft, 80 Firmen können sich aber mit Notkrediten über Wasser halten. 500 Firmen führen Kurzarbeit ein. Nun werden die Instrumente des Hilfspaketes verbessert.

Die Liechtensteiner Regierung und der Landtag haben im Rekordtempo ein Hilfspaket geschnürt. 100 Millionen Franken vom Land und 20 Millionen von den Gemeinden sollen die wirtschaftlichen Folgen für Firmen abfedern, Engpässe verhindern und Arbeitsplätze sichern. Bereits über 500 Unternehmen haben Kurzarbeit angemeldet – Tendenz steigend. Bei der Landesbank sind bis Mittwoch über 80 Kreditanträge mit einem Volumen von insgesamt rund sieben Millionen Franken eingegangen, wovon mehr als die Hälfte bereits bewilligt wurden. Selbstständige und Gesellschafter von Kleinstunternehmen werden ebenfalls mit einer monatlichen Soforthilfe von bis zu 4000 Franken unterstützt.

«Wir werden mit diesem Massnahmenpaket nicht alle Unternehmen retten kön - nen, jedoch bin ich überzeugt, dass wir keine Pleitewelle erleben werden», erklärt Wirtschaftsminister Daniel Risch im Interview. «Es ist davon auszugehen, dass die Beträge erhöht werden» Es steht bereits ausser Frage, dass die Höhe des Massnahmenpaketes erhöht werden kann. Es taucht demnach weniger die Frage auf, ob die Gelder aufgestockt werden, sondern wann. «Wir haben von Anfang an kommuniziert, dass es weniger um die absolute Höhe des Betrages, als vielmehr um funktionierende Instrumente der Unterstützung geht.

Insofern kann davon ausgegangen werden, dass auch in Liechtenstein die Beträge erhöht werden müssen», erklärt Risch. Ein Vergleich mit der Schweiz legt nahe, dass Liechtenstein allein für die Kurzarbeit in den nächsten Monaten mehr als 100 Millionen Franken benötigen könnte. «Es musste im ersten Schritt schnell gehen» Nach der Lancierung des Hilfspakets haben das Wirtschaftsministerium und die Taskforce keine Pause eingelegt – ganz im Gegenteil: Sie arbeiten bereits intensiv an der zweiten Aufage des Massnahmenpakets. «Wir waren uns bewusst, dass es im ersten Schritt sehr schnell gehen musste. Und das haben wir – gerade auch im internationalen Vergleich – geschaft», betont Risch. Im zweiten Schritt geht es darum, die Instrumente aus dem ersten Paket zu optimieren und zu erweitern. Er ist überzeugt: «Wir werden diese Zeit gemeinsam gut meistern». (dal)

27. Mär 2020 / 09:50
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3 KOMMENTARE
Schon erstaunlich
Schon erstaunlich wie wenig Reserven Unternehmer in den unseren hoch entwickelten westlichen Ländern haben. Nicht mal 14 Tage und schon kracht's in der Wirtschaft und es braucht es Pakete der Allgemeinheit. Man stelle sich vor wenn die Zinsen auf 7% wie in den frühen 90igern. Wo ist nur all das Geld geblieben in dieser langjährigen Niedrig Zins Phase. Jemand wird dies Hypotheken die nächsten Jahre ab bezahlen.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 27.03.2020 Antworten Melden
Das habe ich mich auch gefragt
Aber wenn man halt ein oder mehrere Autos jenseits der 100'000.00 auf die Firma least, nur um jemand zu sein, oder besser gesagt, mehr zu sein als man ist, passiert das halt. Jetzt sieht man erst, wie viel Luft hier in Liechtenstein herum schwirrt.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 27.03.2020 Antworten Melden
Kleinstgewerbe Hilfe wo?
Es gibt noch viele Kleinunternehmen im Land insbesondere in der Dienstleistungsbranche die schlichtweg durchs Raster des Hilfspakets der Regierung fallen obwohl durch die Coronakrise deren Geschäfte praktisch zum Erliegen gekommen sind und die (bis jetzt) nicht auf CHF 4'000.-- Unterstützgun zählen können. Ich hoffe dass diese Kleinfirmen die ebenso Steuern bezahlen wie alle Anderen, bei der zweiten Auflage endlich auch berücksichtigt werden und man diese nicht einfach ihrem Schicksal überlässt!
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 27.03.2020 Antworten Melden

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