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Ospelt Gruppe übernimmt von Nestlé

Brotaufstrich «Le Parfait» wird liechtensteinisch

Die Ospelt Gruppe aus Bendern ist neue Inhaberin und Herstellerin des wahrscheinlich bekanntesten Brotaufstrichs der Schweiz: Le Parfait. 14 Monate nach Abschluss des Übernahmevertrags mit Nestlé Schweiz startete die Produktion in Liechtenstein.
Regierungschef-Stellvertreterin Sabine Monauni war bei der Einweihung der «Le Parfait»-Produktionsanlage in Bendern zu Besuch.

Le Parfait wurde vor 70 Jahren von Claude Blancpain aus Fribourg entwickelt. Als seine Frau zu Silvester 1950 den Brotaufstrich erstmals kosten durfte, solle sie aus Begeisterung «C’est parfait» gerufen haben. Damit war die neue Marke geboren. Der Siegeszug schritt rasch voran. Aus Konserven wurden Tuben, zum Original gesellten sich neue Rezepturen. Ab den 70ern produzierte die inzwischen schweizweit bei Gross und Klein bestens bekannte Marke Le Parfait Nestlè Schweiz. Das Sortiment umfasst heute Le Parfait Original, Original Léger, Poulet, Thon und Vegetal.

Investitionen im zweistelligen Millionenbereich
Ende 2019 trat schliesslich die Ospelt Gruppe mit Nestlé Schweiz in Kontakt. Dabei ging es um die Übernahme von Le Parfait, und damit um einen weiteren Meilenstein in der Erfolgsgeschichte des Liechtensteiner Familien- und Traditionsunternehmens. Verwaltungsratspräsident Alexander Ospelt sieht grosse Chancen: «Le Parfait passt neben Malbuner perfekt zu unserem Unternehmen. Wir sehen in der Marke noch weiteres Potential, das entwickelt werden will.» Ospelt und und Nestlé konnten sich auf einen Kauf der Marke einigen. Investitionen im zweistelligen Millionenbereich waren notwendig. Hochmoderne Anlagen wurden angeschafft, am Hauptsitz installiert und die Mitarbeitenden bei Nestlé in Basel geschult. «Dank unserer ausgezeichneten Mitarbeitenden und einer perfekten Planung haben wir diesen Prozess in Rekordzeit geschafft», betont Ospelt. «Unsere Bereitschaft Neues anzupacken, unsere Erfahrung und unsere Entschlossenheit haben dabei sehr geholfen.»

Einweihung mit Wirtschaftsministerin
Obwohl die Produktion schon seit einigen Monaten erfolgreich in Liechtenstein läuft, hat Alexander Ospelt bewusst auf eine frühere Bekanntgabe verzichtet. «Hätte jemand die Le Parfait Tuben genau betrachtet, wäre das Ospelt-Logo auf den Verpackungen bereits entdeckt worden», lässt er mit Augenzwinkern durchblicken. Bewusst habe man zugewartet, damit wirklich alles reibungslos läuft, von der Produktion bis ins Verkaufsregal.

Auf Einladung von Alexander Ospelt besuchte in diesen Tagen die Regierungschef-Stellvertreterin Sabine Monauni den Ospelt Hauptsitz in Bendern. Begleitet von seiner Frau Hedy-Marie und Sohn Philipp Ospelt, Head of Marketing, stellte der Verwaltungsratspräsident die Ospelt Gruppe und die Neuakquisition Le Parfait vor. Bei dieser Gelegenheit überreichte Alexander Ospelt eine exklusive Le Parfait-Box an die Ministerin, darin die erste in Liechtenstein produzierte Le Parfait Tube mit entsprechender Nummerierung. Die Überreichung des Präsents begleitete er mit den Worten: «Damit ist Le Parfait offiziell in Liechtenstein eingebürgert.» Regierungschef-Stellvertreterin Sabine Monauni würdigte das Unternehmen als breit aufgestellten und erfolgreichen Leistungsträger der liechtensteinischen Wirtschaft mit grosser internationaler Bekanntheit: «Liechtensteins Wirtschaft braucht starke Botschafter.»

Saisonale und vegane Varianten geplant
Eine spannende Aufgabe erkennt Marketingleiter Philipp Ospelt in der neuen Marke. «Wir sehen grosses Potential, wollen die Marke moderner positionieren, neue Rezepturen sowie saisonale und vegane Varianten entwickeln.» Das Originalrezept bleibe natürlich unverändert, so Ospelt, aber er sei sicher, «Le Parfait kann auch ganz jung und hipp.» (pd)

 
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