Bergbahnen beenden die Wintersaison

Dieses Wochenende stellen die ersten Skigebiete ihren Winterbetrieb ein. Am Pizol rechnet man mit einem Rekordumsatz, während Malbun, Flumserberg und Wildhaus von einer sehr guten Saison sprechen.

Viele Sonnenstunden, viel Schnee und perfekte Pisten bescherten den Bergbahnen der Region eine gute Wintersaison. Die Bergbahnen Wildhaus zum Beispiel konnten ihren Umsatz um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern. Um 2,5 Prozent haben auch die Ersteintritte  zugelegt – auf insgesamt 150 000 Tickets. «Wir konnten zwar erst später in die Saison starten, doch Dank des Wetters und der guten Schneeverhältnisse im Februar glich sich dies wieder aus», erklärt Geschäftsführer Urs Gantenbein auf Anfrage. Für die kommende Saison stehen aber Probleme an, weil die Situation nach dem «feindlichen Übernahmeangebot der Toggenburger Bergbahnen noch immer verfahren ist», wie Gantenbein betont. Jenes sei – anders als behauptet – keine Fusion. Der Übernahmeversuch vergifte das Klima ungemein. Momentan sei noch offen, ob es ein gemeinsames Ticket im kommenden Jahr geben wird. «Wir halten unser Angebot für ein überregionales Ticket aufrecht». Solange sich die beiden Bahnen nicht einigen, sind auch die Gelder des Kantons St. Gallen für Wildhaus auf Eis gelegt. Die Bergbahnen möchten ausbauen und 15 Millionen Franken investieren – allerdings fehlt dazu das Geld aufgrund des fehlenden Darlehens des Kantons St. Gallen. Es geht um fünf Millionen Franken.

Malbun mit guter Wintersaison

Solche Probleme haben die anderen Bergbahnen der Region nicht. Anita Banzer von den Bergbahnen Malbun freut sich über die abgelaufene Saison und den «sehr guten Winter». Rund eine Million Personentransporte und 100 000 Fahrten lautet die erste Bilanz. Der Umsatz liege praktisch im gleichen Rahmen wie im Vorjahr. In absoluten Zahlen konnte Banzer diesen gestern noch nicht genau ausweisen, weil die Saison erst am Sonntag endet. Im vergangenen Jahr lag der Umsatz aber bei circa 2,9 Millionen Franken. «Allerdings gab es in diesem Jahr eher weniger Gäste», erklärte Banzer. 

Flumserberg steigert Umsatz

Heinrich Michel als CEO der Bergbahnen Flumserberg spricht von einer «wunderbaren Saisonbilanz und enorm hohen Gästefrequenzen». Er erwartet ähnlich erfreuliche Ticketerträge wie im sehr guten Vorjahr. 2017 verkaufte der Flumserberg  101 437  Tagesskipäse und im Jahr 2018 waren es 131 504. Er freut sich auch darüber, dass die Restaurants am Flumserberg gut liefern. Die Einnahmen in der Gastronomie stiegen sogar um 10 Prozent, wie Michel gegenüber dem «Sarganserländer» sagte. Auch Klaus Nussbaumer als Geschäftsführer der Pizolbahnen AG zeigte sich mit der Saison sehr zufrieden. Er geht davon aus, dass man am Pizol in diesem Jahr einen Umsatzrekord schreiben wird. 

An diesem Wochenende sind die Bahnen in Malbun, Flumserberg und Pizol zum letzten Mal in Betrieb. Am Flumserberg geht es am Montag mit dem Bau der Gondelbahn auf den Maschgenkamm los. Im Winter 2019/2020 werden die Gäste von einer neuen 8er-Gondelbahn nach oben befördert, die aus dem Hause Bartholet Maschinenbau AG mit Sitz in Flums stammt. (dal)

05. Apr 2019 / 18:39
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