• Philipp Untersander, Chef der Closac AG übergibt den weltweit ersten Rollac stellvertretend für das LLS an Monica von Toggenburg, Pflegedienstleiterin des Landesspitals, welche für das Projekt verantwortlich zeichnete.  (pd)

Landesspital setzt auf Innovation und Umweltschutz

Bereits seit drei Monaten ist sie auf dem Markt: Die weltweit erste wasserlose, mobile Toilette der Firma Closac. Bis zu 50 Bestellungen seien bereits eingegangen, doch das erste Exemplar wird im Liechtensteinischen Landesspital zum Einsatz kommen.
Vaduz. 

Dem voraus gingen zahlreiche Forschungsjahre junger Forscher der Fachhochschule Nordwestschweiz in Muttenz. Unternehmer Philipp Untersander nahm sich schlussendlich der Idee an, kaufte das Patent, gründete ein Startup und entwickelte das Produkt zur Serienreife.

Dabei tatkräftig unterstützt hat ihn das Team des Liechtensteinischen Landesspitals (LLS), eines der Referenzspitäler zur Einführung der Weltneuheit. Das LLS-Team setzte den Prototypen auf den Stationen ein und gab Tüftler und Unternehmer Untersander wertvolles Feedback zur Verbesserung des Produktes. „Schliesslich ist die praktische Handhabung für unsere Mitarbeitenden und Patienten entscheidend. Wir konnten hier unsere Erfahrungen einbringen und es freut uns, dass das Unternehmen diese Inputs aufgenommen und das Produkt weiterentwickelt hat“, sagt die Projektleiterin und Pflegedienstleisterin des Liechtensteinischen Landesspitals, Monica von Toggenburg. „Für das Landesspital steht Hygiene an erster Stelle. Wenn wir damit auch noch einen Beitrag zum Umweltschutz leisten, umso besser.“

Abwasser, gerade wenn sie aus einem Spital geleitet werden, sind aufgrund verschiedener Medikamente, Hormone oder Kontrastmittel oft zusätzlich verunreinigt. Der sogenannte Rollac schafft hier Abhilfe. Er schweisst die Ausscheidungen in eine Plastikfolie, die dann mit dem normalen Hausmüll dicht verschlossen geruchsfrei entsorgt und schlussendlich verbrannt wird. Neben der Verringerung der Ansteckungsgefahr bietet die Innovation einen weiteren Vorteil gerade für Spitäler: Die Toilette ist mobil. So können auch immobile Patienten leichter und hygienischer ihren Bedürfnissen nachgehen.

Auch für Philipp Untersander war die Zusammenarbeit mit dem Landesspital wertvoll. „Wir sind Innovatoren, Erfinder; am Ende aber ist es entscheidend, dass unsere Produkte in der Praxis auch richtig und nachhaltig eingesetzt werden können. Für uns ist es daher wichtig, dass der Kunde insbesondere in der Entwicklungsphase mitreden kann“, so Untersander. (pd)

11. Jan 2016 / 11:52
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