• PK, Hilcona AG in Schaan
    Das Schaaner Traditionsunternehmen Hilcona gehört ab Mai zu 51 Prozent dem Fleischverarbeiter Bell.  (Daniel Schwendener)

Hilcona geht mehrheitlich an Bell

Ab dem 1. Mai wird der Schweizer Fleischverarbeiter Bell die vereinbarte Option für weitere 2 Prozent an der Schaaner Lebensmittelherstellerin Hilcona ausüben. Bell wird damit Mehrheitsaktionär des früheren Liechtensteiner Familienunternehmens und wird dieses ab dann mit einem Jahresumsatz von rund 500 Millionen Franken und 1900 Mitarbeitern mehrheitlich führen.
Schaan/Basel. 

Im Jahr 2011 bündelten Hilcona und die Bell ihre Aktivitäten im Convenience-Bereich. Bell übernahm einen Anteil am Schaaner Traditionsunternehmen und brachte den eigenen Convenience-Bereich in die Gruppe ein. Damals wurde eine Erhöhung der Anteile an der Hilcona für 2015 vertraglich vereinbart und nun planmässig vollzogen. In den letzten vier Jahren wurden gemäss Mitteilung von Donnerstagmorgen viele Projekte gemeinsam lanciert und beide Unternehmen haben davon profitiert. «Wir haben uns kennen und schätzen gelernt und sehen in der Zusammenarbeit für beide viele Vorteile», wird der abtretende Verwaltungsratspräsident Jürgen Hilti zitiert. Die Konzentration des Handels nimmt in Europa und der Schweiz auch weiterhin zu und darauf hat man sich bei der Hilcona so frühzeitig vorbereitet.

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Familienanteil noch 49 Prozent

Hilcona hat abgesehen von Bell weiterhin nur einen Aktionär: Die Toni Hilti Familientreuhänderschaft bleibt mit 49 Prozent ein grosser Minderheitsaktionär. Der Verwaltungsrat wird von beiden Aktionären gemeinsam besetzt. Jürgen Hilti übergibt Ende April das Verwaltungsratspräsidium an Lorenz Wyss, CEO der Bell AG, und bleibt als Vize-Präsident in diesem Gremium.

Jürgen Hilti

Ende April tritt Jürgen Hilti kürzer: Das Verwaltungsratspräsidum liegt dann nicht mehr in Händen der Familie Hilti.

«Ich freue mich weiterhin, die wichtigen Entscheidungen in der Hilcona mitzutreffen und kann mich gleichzeitig mit neuen Aufgaben, die mir am Herzen liegen, beschäftigen», sagt Hilti laut Medienmitteilung weiter. Die Hilcona werde auch weiterhin als Unternehmen eigenständig gefuhrt. «Wir suchen Synergien mit der Bell-Gruppe zum Beispiel im Einkauf oder in der Bearbeitung neuer Märkte wie Polen. Es muss aber immer fur die Hilcona selbst sinnvoll sein, sonst machen wir das nicht», so Lorenz Wyss, designierter Verwaltungsratspräsident. (sda/awp/pd)

19. Feb 2015 / 09:06
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