Zurück im Liechtensteiner Geldbeutel

Die «Supercard Kreditkarte» von Coop ist für Kunden in Liechtenstein nun doch erhältlich.

Dass der Schweizer Detailhändler Coop im vergangenen Jahr entschied, die Herausgabe seiner Kreditkarte neu in die Hände von Topcard zu legen, zeitigte für Kunden mit Wohnsitz in Liechtenstein einen unschönen Effekt. Anders als das Vorgängerprodukt «Supercardplus» von Swisscard war die «Supercard Kreditkarte» ab dem 1. November 2018 im  Fürstentum nicht mehr erhältlich. Die Erfüllung sämtlicher regulatorischer Bestimmungen – unter anderem wäre eine Niederlassung in Liechtenstein notwendig – beurteilte Topcard nach diversen Abklärungen als zu aufwendig. Und auch gegen die zuvor von Swisscard praktizierte «Light-Version» – das Anbieten der Karte im Rahmen der sogenannten passiven Dienstleistungsfreiheit – sprach sich die UBS-Tochter damals aus. Ausschlaggebend hierfür waren laut René Gerig, Leiter Produktmanagement Kreditkarten bei UBS, einige Einschränkungen, denen das Unternehmen dabei ausgesetzt gewesen wäre. Zuvorderst hätte Topcard ihre «Supercard Kreditkarte» gegenüber Kunden aus Liechtenstein in keiner Weise aktiv bewerben dürfen.

Liechtensteiner Reaktionen mit Wirkung

Mittlerweile hat bei der Kreditkartenfirma ein Umdenken stattgefunden. «Wir haben bei den Liechtensteiner Einwohnern ein grosses Bedürfnis nach unserem Produkt festgestellt», berichtet Gerig. «Deshalb haben wir nochmals das Gespräch mit der Finanzmarktaufsicht FMA gesucht.» Dieser Dialog habe letztlich dann darin gemündet, dass Topcard sich dazu entschlossen habe, ihre Prozesse anzupassen und die «Supercard» über den Weg der passiven Dienstleistungsfreiheit nun doch auch Kunden mit Wohnsitz im Fürstentum anzubieten. Eine Lösung, hinter der das Unternehmen zu hundert Prozent stehen kann, wie Gerig betont: «Wir sind froh, dass neu auch Kunden aus Liechtenstein das Produkt nutzen können.»

Weil das Angebot im Zuge der passiven Dienstleistungsfreiheit erfolgt, gilt für das Kreditkartenunternehmen selbstredend auch weiterhin das Verbot einer aktiven Bewerbung der «Supercard» in Liechtenstein. «Der Kunde muss selbst die Initiative ergreifen», so Felix Holzhey, Leiter Kundenbeziehungen bei Topcard. Entsprechende Antragsformulare kann ein Interessent entweder in einer Coop-Filiale oder auf der «Supercard»-Website beziehen. Sofern er über ein Konto in der Schweiz verfügt und alle weiteren gängigen Voraussetzungen erfüllt, insbesondere eine ausreichende Kreditwürdigkeit, ist der Bezug der Karte dann nur noch Formsache.

Neu auch als Prepaid-Version

Wie zuvor bei der «Supercardplus», die im Übrigen noch bis spätestens 31. Oktober 2020 ihre Gültigkeit behält, entfällt bei deren Nachfolgeprodukt das Entrichten einer Jahresgebühr. Auch das Sammeln
von Coop-Punkten ist weiterhin möglich. Neu ist laut Felix Holzhey, dass Kunden auch eine Prepaid-Variante der Kreditkarte ordern können. «Diese Lösung ist beispielsweise für jene gedacht, die so ihr Budget im Blick behalten möchten.» (ob)

17. Sep 2019 / 11:00
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