• Fürstenpizza, Triesen
    Antonio Potenza mit der Pizza «del principe».  (Tatjana Schnalzger)

Wie die «Fürstenpizza» entstanden ist

War es ein grauer Montag, oder ein sonniger Samstag – die Umstände sind nicht mehr ganz gewiss. Sicher ist jedoch, dass Fürst Hans-Adam II. gemeinsam mit seiner Frau Fürstin Marie Anfang der 2000er-Jahre den Weg in die Pizzeria Potenza nach Vaduz fand.

Damals stand das italienische Restaurant in der Herrengasse. Von 2003 bis 2010 verwöhnte Antonio Potenza gemeinsam mit seinem Sohn Patrick die Gäste im Lokal mit herrlichen Pizzen, ganz nach dem Familienrezept. Hauchdünn und je nach Kundenwunsch reichlich belegt waren die runden Teigscheiben schnell das Markenzeichen der Pizzeria Potenza und schienen auch dem Gaumen von Fürst Hans-Adam II. und seiner Frau zu entsprechen. «Sie kamen regelmässig zu uns und genossen ihre Pizza.»

Das erste Mal, als der Fürst jedoch das Restaurant betrat, war Antonio doch etwas verunsichert und aufgeregt – schliesslich passiert es nicht jeden Tag, dass ein Staatsoberhaupt sein Lokal betritt. «Er kam gemeinsam mit seiner Frau herein, begrüsste uns und die Gäste und setzte sich an einen Tisch», erinnert sich Antonio Potenza.
 
Die Fürstenpizza war geboren
Während Fürstin Marie sich sofort für eine Pizza Margherita entschied, suchte Fürst Hans-Adam II. an diesem Tag nach etwas Speziellem – einer Pizza, ganz nach seinem eigenen Geschmack. «Für uns waren und sind Sonderwünsche natürlich kein Problem und so fragte ich den Fürsten, welche Zutaten er auf der Pizza haben wollte», erzählt Antonio. Die Wahl fiel auf eine Pizza mit Tomaten, Mozzarella, scharfer Salami, Thunfisch, Kapern und Basilikum – eine Variation, die es bislang nicht gab. 

Fürstenpizza, Triesen

Die Pizza «del principe»: Tomaten, Mozzarella, scharfe Salami, Thunfisch, Kapern und Basilikum.

In regelmässigen Abständen besuchten Fürst Hans-Adam II. und Fürstin Marie die Pizzeria Potenza, die Bestellung war immer dieselbe. Keine Vorspeisen und kein Dessert, zwei Pizzen und dazu hin und wieder ein Bier. Schnell war das Restaurant durch die berühmten Gäste bekannt und auch andere Besucher interessierten sich für die besondere Pizza, die dem Gaumen eines Fürsten gerecht wurde. So entschieden sich Antonio und Patrick dazu, die Pizza auf die Karte zu nehmen: die «del Principe – die Fürstenpizza» war geboren und ist seitdem fester Bestandteil der Speisekarte.

Ein besonderer Auftritt an einem Geburtstag
Für Antonio und Patrick Potenza gehörten die fürstlichen Besuche mit der Zeit zur Routine, für die anderen Gäste war es immer ein besonderer Moment. «Einige schauten nicht schlecht, wenn Fürst Hans-Adam II. die Pizzeria betrat und sich an einen Tisch setzte», erinnert sich Antonio. Der Fürst selbst fühlte sich in der Umgebung immer sichtlich wohl.

Einmal war auch gerade eine etwas grössere Feier im Restaurant zu Gange, in den hinteren Räumlichkeiten des Lokals feierten sieben oder acht Kinder ein Geburtstagsfest. Kurzerhand begrüsste Fürst Hans-Adam II. die Kinder und stand auch gleich für ein Foto zur Verfügung – für die Kleinen natürlich ein besonders Spektakel.

Fürst Hans-Adam II. blieb seiner Pizza treu
Während einiger Jahre lang besuchte der Fürst die Pizzeria Potenza in der Herrengasse in Vaduz, später auch am neuen Standort im Städtle in der Fussgängerzone. Hin und wieder bestellte er sich die Pizza aufs Schloss, meistens kam er jedoch selbst vorbei. Seiner selbst kreierten Pizza ist er stets treu geblieben: Er ass immer eine pikante Pizza. «Wir reichten ihm jeweils eine kleine Schüssel mit scharfer Sauce, die er oft komplett verbrauchte. Ich selbst esse auch gerne scharf, aber so pikant wie der Fürst isst, wäre für mich etwas zu scharf», lacht Antonio Potenza.

Seit einigen Jahren befindet sich die Pizzeria Potenza unter neuem Namen in Triesen. Die «del Principe» ist heute noch auf der Speisekarte und so beliebt wie eh und je. «Fürst Hans-Adam II. und seine Frau konnten wir bisher noch nicht bei uns in Triesen begrüssen. Vielleicht hat der Fürst jedoch schon bald wieder einmal Lust auf seine Fürstenpizza – wir würden uns auf jeden Fall über einen Besuch bei uns freuen und wünschen ihm alles Gute zu seinem 
75. Geburtstag», lächelt Antonio. (lat)

14. Feb 2020 / 14:48
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