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    Am Sonntagnachmittag gab es Entwarnung: Die Probe aus Vorarlberg war negativ, der Verdachtsfall hat sich nicht bestätigt.  (BORIS ROESSLER)

Vorarlberg: Es war doch kein Coronavirus

Der erste Verdachtsfall vor der «Haustür» Liechtensteins hat sich nicht bestätigt.
Bregenz/Vaduz. 

Am späten Freitagabend wurde in Vorarlberg der erste Verdachtsfall einer Coronaviruserkrankung gemeldet. Die Behörden haben rasch reagiert und die betroffene junge Frau isoliert. Blut- und Abstrichproben wurden zur Untersuchung an das Virologische Institut nach Wien gesendet. Am Sonntagnachmittag gab es dann Entwarnung: Die Probe war negativ, der Verdachtsfall hat sich nicht bestätigt. Die Entwicklungen werden aber auch in Vorarlberg weiterhin mit grosser Aufmerksamkeit beobachtet. 

Unterschiedliche Aussagen: Experten sind sich uneins

In der Zwischenzeit hat das Robert Koch Institut in Deutschland die aktuellen Zahlen publiziert: Weltweit wurden mit Stand von gestern 14 380 Fälle gemeldet, 304 Menschen sind am Virus gestorben. Allerdings waren die meisten davon über 60 Jahre alt und gesundheitlich bereits angeschlagen. Zum Vergleich: In der Schweiz sterben jedes Jahr Hunderte Menschen an der saisonalen Grippe. «Nach allem, was bisher bekannt ist, ist die Sterblichkeit bei einer echten Grippe deutlich höher», warnt Virusexpertin Marylyn Addo vom Universitätsklinikum Eppendorf in Hamburg vor einer Panikmache. Weitere Fachleute schätzen ebenfalls, dass das Virus nicht so ansteckend ist wie Influenza oder Masern. Doch es gibt auch Experten, welche im neuen Erreger «2019-nCoV» eine Gefahr sehen. Das grösste Problem: Es gibt keine Impfung im Unterschied zur normalen Grippe. Und noch geben die Daten offenbar nicht ausreichend Informationen her, um eine eindeutige Antwort in Bezug auf seine Gefährlichkeit zu geben.

WHO spricht Empfehlungen aus

Fakt ist: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am 30. Januar festgestellt, dass es sich beim aktuellen Ausbruch durch das neuartige Coronavirus um eine «gesundheitliche Notlage mit internationaler Tragweite» handelt. Dabei handelt es sich um eine reine Vorsichtsmassnahme. Die WHO hat dabei für die betroffenen und angrenzenden Staaten eine Reihe von Empfehlungen zur Eindämmung und Kontrolle des Ausbruchsgeschehens ausgesprochen. Fakt ist aber auch, dass die Mehrheit der Experten das Risiko für die Bevölkerung in Europa weiter als  gering einschätzt. (dv)

02. Feb 2020 / 22:02
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