• Fürstensteig
    Der Fürstensteig ist aufgrund von Sanierungsarbeiten derzeit nicht begehbar.  (Daniel Schwendener)

Viele Wanderwege sind noch gefährlich

Die meisten Wanderwege in Liechtenstein liegen noch unter einer dicken Schneeschicht. Norbert Gantner von der Bergrettung mahnt daher zur Vorsicht.

Weil die Schneeschmelze im Alpengebiet erst vor kurzem eingesetzt hat, besteht auf Bergwanderwegen zur Zeit erhöhte Gefahr von Steinschlägen und Schneerutschen. Das teilte das Amt für Umwelt mit und wies im gleichen Atemzug darauf hin, dass viele Bergwanderwege zur Zeit nicht durchgehend begehbar sind. In den hohen Lagen liegt noch Schnee, teilweise so viel, dass die Wanderrouten noch auf Skiern begangen werden könnten. «Auf  Wegen über 2000 Metern ist ans Wandern nicht zu denken», betont Norbert Gantner als Chef  der Bergrettung. 

Wanderer dürfen sich in den nächsten Tagen nicht von den hohen Temperaturen täuschen lassen und etwa eine Tour Richtung «Drei Schwestern» oder Schwarzhorn planen. Teils sei zwar der Schnee geschmolzen, stellenweise liege laut Gantner aber noch viel Schnee. Und jener gehe auch nicht so schnell weg. Gesperrt ist im Moment auch der Fürstensteig. Jener sei laut Amt für Umwelt noch nicht begehbar. Hier laufen derzeit Sanierungsarbeiten, Maschinen sind platziert. Der grösste Teil der Wanderwege liege noch unter einer Schneeschicht von mindestens 50 Zentimetern – und teilweise noch mehr. Schneefelder im Bereich eines Bachbettes seien laut Norbert Gantner immer gefährlich. Das zeigt auch ein Wanderunfall in Vorarlberg, bei dem zwei  Menschen ums Leben kamen. 

Zwei Wanderer in Vorarlberg verunglückt

Die drei deutschen Wanderer kamen am Dienstag gegen 15 Uhr in der Nähe der «Neuen Hochalphütte» im Kleinwalsertal in ein grosses Schneefeld und sind dabei vom Wanderweg abgekommen. Dabei rutschte eine Frau aus und stürzte mehrere Meter in ein Schneeloch. Als einer der Wanderer der Frau zu Hilfe kommen wollte, stürzte er ebenfalls in das Loch. Der unter Schock stehende dritte Wanderer hatte kein Handy bei sich und rannte ins Tal, um die Bergrettung zu alarmieren. Die Schneedecke im Bereich des Schneelochs ist an die sechs Meter dick. Darunter verläuft ein Gebirgsbach, der zur Zeit eine Menge Wasser führt. 

Nach einer gross angelegten Suchaktion konnten die beiden Wanderer aus Deutschland, eine 40-jährige Frau und ihr 41-jähriger Lebenspartner, im Laufe des gestrigen Nachmittags circa 30 Meter abwärts des Schneelochs, in welches sie gestürzt waren, lokalisiert werden. Beide Verunglückten konnten nur noch tot geborgen werden. 

An der Suchaktion waren unter anderen 42 Personen der Bergrettung, eine Person mit einem Leichenspürhund und drei Canyoning-Taucher mit Kanalkamera beteiligt, wie die Landespolizei Vorarlberg gestern mitteilte. (dal)

06. Jun 2019 / 05:30
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