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    Irgendwo in Kitzbühel ist die Skisammlung gelagert. Bild: Keystone  (ALESSANDRO TROVATI)

Versteckspiel um Skisammlung geht weiter

Das grosses Fragezeichen hinter dem Verbleib der Skisammlung von Noldi Beck bleibt bestehen. Anlässlich des Hahnenkammrennens wird nun das Gespräch gesucht.

Am Wochenende schaut die ganze Skiwelt nach Kitzbühel, wo das legendäre Hahnenkammrennen stattfindet. Damit rückt auch die verschollene Ski- und Wintersportsammlung des verstorbenen Noldi Beck wieder in den Vordergrund. «Wir geben nicht auf und suchen weiter nach unseren verschwundenen Leihgaben», sagt Liselotte Schlumpf aus dem Toggenburg, die zusammen mit drei weiteren Frauen von «NostalSki» auf der Suche nach der Sammlung ist. Diese befinde sich immer noch in Kitzbühel. «Wir wissen auch in welchem Gebäude, kommen aber nicht ran», sagt sie. Auch Rolf Dieter Lehner von Kitzbühel-TV bestätigt, dass sich die Sammlung immer noch im Ort und «in den Händen der Familie Reisch» befindet. Vergangenen September kam das Gerücht auf, dass die Sammlung nach Deutschland verkauft worden sei. Nach Insiderinformationen sollen zwar Verkaufsgespräche stattgefunden haben, diese wurden aber nicht abgeschlossen. 


Nach Facebook-Aufruf grosse Rückmeldung
Der Grund für die gescheiterten Verkaufsgespräche könnte nicht nur an dem grossen Umfang der Sammlung liegen, sondern auch daran, dass sich immer mehr Betroffene melden, die ihre Leihgaben wieder zurück haben wollen. Wie Liselotte Schlumpf sagt, hat der Aufruf per Facebook im September einiges bewegt. «Es haben sich ehemalige Skirennfahrer, Bergsteiger, Persönlichkeiten aus der Industrie und sehr viele Menschen aus dem Toggenburg gemeldet, die Exponate in die Sammlung gegeben haben.» Es gehe dabei um rund 1500 Artikel. Allein die Schweizer Skilegende Willi Forrer habe 500 Einzelstücke zur Verfügung gestellt: Pokale, Medaillen, Fotos, Ranglisten, Helme – alles übergab er Noldi Beck als Leihgabe, wie er sagt.


Auch in Vorarlberg werden Erinnerungsstücke vermisst
Auch in Vorarlberg melden sich erste Personen, die auf der Suche nach Sammelstücken sind. Etliche Vorarlberger haben sich bei Christian Lingenhöhle vom FIS-Skimuseum in Damüls gemeldet. «Auch namhafte Persönlichkeiten wie Olympiasieger Patrick Ortlieb», betont er. Doch wie im Fall der Toggenburger gibt es auch hier keine Verträge. «Zum Teil wurde die Übergabe nur per Handschlag gemacht», sagt Lingenhöhle. Bekanntlich hat Noldi Beck über seine Sammlung keine Liste geführt. Um so schwieriger wird es für die Betroffenen nun werden, die Gegenstände wieder zurückzubekommen. Liselotte Schlumpf hofft auf die Menschlichkeit der heutigen Besitzerin Signe Reisch – auf den Rechtsweg will man verzichten. «Aber im Moment blockt sie völlig ab. Auf einen persönlichen Brief hat sie nicht reagiert.» Willi Forrer reist diese Woche ans Hahnenkammrennen nach Kitzbühel. Dabei will er sich mit Signe Reisch treffen und sie zur Rede stellen. (manu) 

Mehr lesen Sie in der Print- und ePaper-Ausgabe des «Liechtensteiner Vaterlands» von Dienstag, 16. Januar. 

 

 

16. Jan 2018 / 06:00
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