• MV Rotes Kreuz, Vaduz
    An der Generalversammlung des LRK wurden unter anderem die anwesenden Blutspender geehrt.  (Tatjana Schnalzger)

Soforthilfe leisten und Not lindern

Das Liechtensteinische Rote Kreuz lud gestern alle Mitglieder in den Rathaussaal nach Vaduz ein. Neben dem Tätigkeitsbericht vom letzten Jahr erwartete die Besucher ein Gastreferat des Vorsitzenden von «The MoveAbility».
Generalversammlung. 

«Die Kinder reisen oft mit zerschlissener, stark abgenutzter Kleidung, in Schuhen mit teils völlig kaputten, durchlöcherten Sohlen an. Nicht selten werden Schuhe daheim bei Nachbarn ausgeliehen, die dann oft zu gross oder zu klein sind», schreibt Alban Banzer, Kinderheimleiter Gamander, in seinem Bericht. Seit 27 Jahren werden bedürftige Kinder aus Osteuropa vom Liechtensteinischen Roten Kreuz (LRK) zu einem dreiwöchigen Ferienaufenthalt nach Schaan eingeladen. So haben sich bisher mehr als 280 Gruppen von je 16 Kindern und vier  Begleitpersonen im LRK Kinderheim Gamander erholen dürfen. Neben dem abwechslungsreichen Programm, welches den Kindern geboten wird, stellt der Besuch von Erbprinzessin Sophie ein besonderes Erlebnis dar. Die Präsidentin des LRK lässt es sich nicht nehmen, jede Gruppe im Kinderheim persönlich zu besuchen und sich ihren Fragen zu stellen.

Das LRK ist aber auch vor Ort tätig und konnte durch Spendeneingänge von insgesamt 715 800 Franken bedürftigen Menschen beistehen und Soforthilfe leisten. Dies unter anderem in Indien, Jemen, Indonesien, Brasilien und im Kongo.

Für den Gastreferenten Prof. Dr. Jürg Kesselring, ICRC Move-Ability Foundation, ist es ein grosses Anliegen, immer nahe bei den Betroffenen zu sein. Dies sei aber oft schwer, denn man wolle die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht zu grossen Gefahren aussetzen. Trotzdem sei es wichtig, betont Kesselring, dass man sich den Rotkreuz-Gedanken klarmache, die Ärmel hochkremple und dort etwas tue, wo viele nichts mehr tun. «Für mich als Neurorehabilitationsfachmann ist eben immer wichtig, dass man bei der Rehabilitation auch ein Umdenken bewirken kann. Also fragen: Was ist möglich trotz einer Einschränkung? Das Gehirn ist so organisiert, dass man Verbesserungen immer erreichen kann.»

Direkte Hilfe auch in Liechtenstein hoch im Kurs

Dass die Mütter- und Väterberatung in Liechtenstein einen grossen Stellenwert geniesst, beweist die fast doppelt so hohe Beratungszahl gegenüber einem Vergleich mit dem Jahr 2013. Und dies, obwohl die Geburtenrate seither unverändert ist. Auch wenn die Beratungsgespräche in Form von Telefon, E-Mail oder Whatsapp viele neue Wege gefunden haben, wird ein Gespräch «Face to Face» noch immer bevorzugt.

Gestiegen ist auch die Zahl der Rettungseinsätze gegenüber dem Vorjahr. Mit 1585 Einsätzen im vergangenen Jahr ist das Einsatzaufkommen in den letzten 45 Jahren um 74 Prozent gestiegen. Um eine medizinische Erstversorgung weiterhin gewährleisten zu können, wurde bereits 2017 tagsüber eine zweite Rettungsmannschaft eingeführt. Seit einem Jahr steht dem LRK nun auch ein drittes Ambulanzfahrzeug zur Verfügung. Finanziert wurde es von der «Hand in Hand Anstalt». 

Ebenfalls einen unermüdlichen Einsatz leisten die Samaritervereine im Unter- und O­berland. Neben den vielen Einsatzstunden an diversen Anlässen lassen sich deren Mitglieder, wie auch alle Mitglieder des LRK, immer wieder zu neuen Kursen und Schulungen motivieren. Zudem werden Hilfsmittel, welche benötigt werden, um Angehörige zuhause zu betreuen, vom Samariterverein zur Verfügung gestellt. Eine weitere wichtige Aufgabe stellt die Blutspendenaktion dar, die vom Samariterverein regelmässig durchgeführt wird. Neben der traditionellen Blutspender-ehrung wurde auch Eugen Beck für sein 30-jähriges Arbeitsjubiläum beim Rettungsdienst geehrt. Gratulationen zur bestandenen Prüfung zum diplomierten Rettungssanitäter HF durften Gianna Slongo und Tahsin Yekdes entgegennehmen. (no)

 

09. Mai 2019 / 23:50
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