• Pontifikalamt Vaduz
    Pontifikalamt zur Einsetzung des neuen Dompfarrers in Vaduz, Bild aufgenommen in der Kirche in Vaduz am 08.12.2019 FOTO©RIGHT: JÜRGEN POSCH  (Jürgen Posch)

Wimmer: «Bin wahrlich kein perfekter Pfarrer»

Der neue Dompfarrer Michael Wimmer hat einen eindrücklichen Werdegang – und hielt eine starke erste Predigt in Vaduz.
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Pontifikalamt Vaduz
Pontifikalamt zur Einsetzung des neuen Dompfarrers in Vaduz
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Pontifikalamt zur Einsetzung des neuen Dompfarrers in Vaduz

Zwei Begebenheiten beim gestrigen Pontifikalamt zur Einsetzung des neuen Dompfarrers Michael Wimmer in Vaduz zeigten eindrücklich auf, wie gut verankert er in seiner bisherigen Heimatgemeinde Eschen-Nendeln war. Einerseits zog es auffällig viele Gläubige aus Eschen-Nendeln in die Kathedrale nach Vaduz, darunter den ehemaligen Vorsteher von Eschen-Nendeln Günther Kranz, Papeterie-Inhaber Paul Marxer, VU-Ehrenpräsident Oswald Kranz, das Wirtepaar des ehemaligen Gasthauses Hirschen in Eschen Ulrike und Alois Fehr sowie viele weitere Weggefährten aus dem Unterland. 

Zum anderen unterlief dem frisch installierten Dompfarrer am Ende der Heiligen Messe ein sehr sympathischer Versprecher, indem er zum Apéro ins LAK Haus St.Martin lud (also jenes in Eschen), tatsächlich fand der Apéro natürlich im benachbarten LAK Haus St.Florin statt.

Vertrauen in die Kirche: Jeder ist aufgerufen
Ehe es soweit war, zelebrierte Erzbischof Wolfgang Haas das Pontifikalamt: das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria. Und weil dies mit der Einsetzung des neuen Dompfarrers zusammenkomme, werde «die Freude des heutigen Feiertags verdoppelt», sagte Haas zu Beginn der Messe. 

Bei seiner Antritts-Predigt begrüsste Michael Wimmer zunächst Landesfürst Hans-Adam II. und Landesfürstin Marie. Dann nahm er auf die kürzlich veröffentlichte Umfrage der Stiftung für Ordnungspolitik und Staatsrecht zum Thema «Vertrauen in Institutionen» Bezug, bei der die Kirche abgeschlagen auf dem letzten Platz landete: Nur knapp 40% der Befragten gaben an, «sehr viel» oder «ziemlich viel» Vertrauen in die Kirche zu haben. Woran das liegt? Zu oft sei man versucht, so Wimmer, die Unzulänglichkeiten und Fehler bei anderen zu suchen, gleichsam der eben gehörten Lesung, in der Adam die Schuld auf Eva schiebt und jene auf die Schlange, die sie verführte. Allzu oft erliege man der Neigung, die Schuld beim Bischof, beim Pfarrer, beim Mesmer oder anderen zu suchen, nach dem Motto: «Ich wars nicht». «Doch wenn wir etwas erreichen wollen, wenn wir Vertrauen wollen, dann braucht es jede und jeden, der mit seinen Fähigkeiten zur Pfarrei beiträgt». Wimmer zitierte anschliessend den Text «Der perfekte Pfarrer» – ein amüsanter Job-Beschrieb aus dem Internet. Ein perfekter Pfarrer sei er wahrlich nicht, sagte Wimmer. «Wenn es aber funktionieren soll, dann können wir es nur gemeinsam», rief Wimmer schliesslich alle Vaduzer Gläubigen auf, sich in die Gemeinschaft der Kirche einzubringen. 

Gegen Ende bedankte sich Erzbischof Wolfgang Haas beim Organisten und beim Domchor zu St. Florin, welcher mit seinem wundervollen Gesang stets die Herzen der Gläubigen erhebe. Haas dankte den Ministranten und betonte, wie wichtig es sei, junge Menschen zu haben, die am Altar ihren heiligen Dienst verrichten. Einen besonderen Gruss richtete der Erzbischof an die Trachtenfrauen als Ausdruck der Heimatverbundenheit. Schliesslich bedankte sich Haas bei Vorsteher Manfred Bischof, den Gemeindeverwaltungen und allen Beteiligten des «Transfers», welche sich stets sehr kooperativ und loyal gezeigt hätten. 

 

Vita Michael Wimmer

Geboren 1982 und aufgewachsen in Wien, dann im Jahr 2000 als Englischlehrer in China, Zivildienst im Altersheim, 2001 bis 2003 Studium der Philosophie in Rom, Arbeit als Übersetzer, 2005 bis 2008 im Libanon gelebt und dabei Theologie studiert (Abschluss: Mag. theol.), ein Jahr im Kloster in Niederösterreich, Priesterseminar in Heiligenkreuz bei Wien, 2011 in der Kathedrale Vaduz zum Priester geweiht, ein Jahr Domvikar in Vaduz, dann von 2012 bis 2019 als Kaplan in Nendeln.

 

08. Dez 2019 / 21:41
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