• Krankenkassenprämien sparen
     (LUHUANFENG)

So kann jeder Prämien sparen

90 Prozent aller Versicherten in Liechtenstein werden 2020 weniger Krankenkassenprämien zahlen müssen. Die Prämien sinken im Schnitt um 2,1 Prozent. Einzig die Versicherten der Swica sind mit einer Erhöhung von 1,6 Prozent konfrontiert. Trotzdem gibt es für jeden Versicherten noch Sparpotenzial. Folgende Punkte lohnen sich zu überprüfen:

 

Franchise anpassen

Wer seine Kostenbeteiligung (Franchise) freiwillig von 500 Franken auf 1500 Franken pro Jahr erhöht, kann zwischen 450 und 500 Franken Prämien sparen. Bei einer Erhöhung auf 2500 Franken sind es bis zu 1000 Franken pro Jahr. Und bei der maximalen Franchise von 4000 Franken sind es zwischen 1600 und 1800 Franken Ersparnis. Wer seine Franchise erhöht, sollte den entsprechenden Betrag plus den maximal möglichen Selbstbehalt (siehe Tabelle oben) angespart haben. Eine höhere Franchise rechnet sich meist nur für Gesunde. Die Wahl einer höheren Kostenbeteiligung kann jeweils auf den Beginn eines Kalenderjahres erfolgen. Das Gleiche gilt für den umgekehrten Weg, wenn man wieder in eine tiefere Klasse wechseln möchte.

Brauche ich alles?

Die Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner sind tendenziell überversichert. Dies gilt auch für die Krankenpflegeversicherung. Nebst der Grundversicherung bieten die Krankenversicherer eine Vielzahl von Zusatzversicherungen. Hier lohnt sich ein ehrliche Überprüfung, was benötigt wird und auf was verzichtet werden kann. Eine sehr kostspielige Angelegenheit sind insbesondere die Spitalversicherungen (Halbprivat, Privat). Dies obwohl die Vorteile für den Versicherten im Bedarfsfall immer geringer werden. Beim neuen Prinzip «ambulant vor stationär» entfallen sie praktisch gänzlich. Die Zeiten der Massenschläge in den Spitälern sind zudem vorbei – Einer- und Zweierzimmer sind heute schon bald überall Standard. Wer also noch jung und gesund ist, kann bei den Zusatzversicherungen viel Geld sparen. Für ältere Versicherte ist dies schwieriger, da die Zusatzversicherungen im Alter immer teurer werden. 

Einige Versicherer bieten auch eine Flex-Versicherung an. Diese räumt dem Patienten die Möglichkeit ein, sich erst kurz vor dem Spitaleintritt zu entscheiden, auf welcher Abteilung er sich behandeln lassen will. Bei einem schweren Eingriff kann er den Komfort eines Privatzimmers und die Leistungen des Chefarztes beanspruchen, bei einem kurzen Aufenthalt sich dagegen für die Pflege in der allgemeinen Abteilung entscheiden.

Brauche ich eine Unfalldeckung?

Viele Versicherte haben auch eine Unfalldeckung versichert, obwohl sie bereits versichert sind. Wer nämlich mehr als 8 Stunden  pro Woche für den gleichen Arbeitgeber arbeitet, ist bereits unfallversichert. Die liechtensteinischen Arbeitgeber sind verpflichtet, ihre Arbeitnehmer gegen Unfälle und Berufskrankheiten zu versichern. Die Prämie für Nichtbetriebsunfälle wird dem Arbeitnehmer vom Lohn abgezogen. Wer also in einem Arbeitsverhältnis steht, kann die Unfalldeckung ohne Bedenken kündigen. Die Krankenkassen weisen nicht automatisch auf diesen Umstand hin. Die Ersparnis liegt bei den drei Krankenkassen in Liechtenstein zwischen vier und sechs Prozent.

Habe ich Anspruch auf Prämienverbilligung?

Wer wenig verdient, hat Anspruch auf eine Prämienverbilligung. Doch nur wenige nutzen  diese Möglichkeit. Nur gerade 38 Prozent haben im letzten Jahr ein Gesuch gestellt. Wenn der massgebliche Erwerb bei alleinstehenden oder alleinerziehenden Personen 45 000 Franken und bei Paaren 57 000 Franken nicht übersteigt, besteht das Anrecht auf Prämienverbilligung. Das Gesuch muss bis 31. Oktober 2019 eingereicht werden. Der massgebliche Erwerb bezieht sich auf die Steuererklärung 2018. Informationen und das Gesuchsformular gibt es unter www.llv.li oder direkt unter https://bit.ly/2MnohhE.

Offerten einholen und Beratung beanspruchen

Wer darauf hofft, dass ihm seine Krankenkasse die Sparmöglichkeiten auf dem Serviertablett präsentiert, wird noch lange warten. Ein Beratungsgespräch schlägt aber keine Kasse aus. Wer wirklich das Gefühl hat, dass er heute zu viel zahlt, kann auch eine Konkurrenzofferte einholen – ausser er hat schon den günstigsten Anbieter. Die Offerten und Beratungsgespräche sind bei allen Krankenkassen kostenlos. (sap)

08. Okt 2019 / 09:48
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