• Hazelnut blossom in snow
    Haselpollen fliegen schon, auch wenn noch Schnee liegt.  (HansJoachim)

Pollenflug ist im Anmarsch

Auf das Wochenende hin sollen die Temperaturen etwas milder werden. Für Meteorologen zeichnet sich der Startschuss für die diesjährige Pollensaison ab.

«Zur Zeit ist noch wenig los», erklärt Jürgen Schmidt, Geschäftsführer der WetterKontor Gmbh, im Hinblick auf den Pollenflug. Angesichts des schneereichen und teils recht kalten Winters, scheinen sie auch noch in weiter Ferne zu sein. Wobei sich die «Ferne» in Bezug auf die diesjährige Pollensaison auf das kommende Wochenende beschränkt. 

Die Temperaturen werden milder und damit steigt die allergene Belastung kontinuierlich an. «Einige wenige sind im Rheintal schon unterwegs. In Gang kommt der Pollenflug aufs Wochen­ende», so Schmidt. Zu früh ist der Start der Pollensaison aber keineswegs. Viel eher liegt er in der Norm. 

Wegen Kälte verspäteter Start in Pollensaison

Hasel- und Erlenpollen sind die Ersten, die teilweise jetzt schon durch die Luft wirbeln und jene auf Trab halten, die dagegen allergisch sind. Sie gehören neben Gräser,- Birken-, Eschen- und Bleifusspollen zu den sechs Pollenarten in Liechtenstein und der Schweiz, die für rund 90 Prozent der Pollenallergien verantwortlich sind.Ihren Höhepunkt erleben die Hasel- und Erlenpollen laut dem Allergiezentrum Schweiz zwischen Februar und März, danach nehmen sie ab. «Ist der Winter mild, können die ersten Pollen schon Anfang Januar fliegen», sagt der Meteorologe. Das aktuelle Beispiel des diesjährigen, eher kalten und schneereichen Winters hingegen hemmt das Pflanzenwachstum – der Start der Pollensaison verzögert sich. So sind die Stärke des Pollenflugs, der Beginn und die Dauer der Pollensaison also von Jahr zu Jahr unterschiedlich. Steigende Temperaturen im Klimawandel führen aber zu einer früheren und für gewisse Pollenarten zu einer stärkeren Saison.

Die Pollenmessstation in Buchs, die vom Allergiezentrum Schweiz betrieben wird, registrierte am 20. Januar dieses Jahres eine erste starke Belastung an Erlenpollen. Ansonsten gab es keinen Pollenflug. Am selben Tag ein Jahr zuvor trieben sowohl die Erlen- wie auch die Haselpollen bereits ihr Unwesen. Schon am 3. Januar 2018 wurden beide erstmals von der Messstation erfasst. «Für viele Allergiker liegt die Zeit mit der höchsten Belastung zwischen den Monaten März und April», so der Meteorologe. Dann liegen vor allem Birken- und Eschenpollen in der Luft, deren Belastung sehr stark sein kann. Anschliessend beginnt für die Geplagten eine kurze Verschnaufpause, bis in den Frühsommermonaten die Gräser zu blühen beginnen und je nach Witterung erst im September nicht mehr belastend sind. 

Am Meer und in den Bergen sind Allergiker sicher

In höheren Lagen nehme die Belastung immer mehr ab, meint Schmidt und erklärt, dass dies an der späteren Ausbildung der Pflanzen liege. Daher rät er, bei Pollenallergie Orte von über 1000 Meter oder mehr aufzusuchen. Als Faustregel gilt: Über 2000 Meter ist die Luft schliesslich nahezu pollenfrei. Allerdings spielt auch hier die Topographie und Vegetation eine Rolle. «In Gebieten am Meer ist der Pollenflug aber deutlich schwächer», so Schmidt. (jka)

07. Feb 2019 / 05:00
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