• Durchfahrtsanlage, Vaduz
    Mittels eines Abstrichs aus dem Mund-, Nasen- oder Rachenraum wird Sars-CoV-2 nachgewiesen – solche Tests werden wohl bald auch an Liechtensteins Schulen gemacht.  (Tatjana Schnalzger)

Plan für Corona-Tests an Schulen liegt vor

Fest steht noch nichts. Geplant ist aber, dass wöchentlich zwei Schüler pro Klasse freiwillig und mit Erlaubnis der Eltern getestet werden.

Vor mehr als zwei Wochen konnten Kinder und Jugendliche nach dem fast zweimonatigen Fernunterricht im Rahmen der Einführungswoche wieder die Schulen besuchen. Eine Woche später wurde der Schulbetrieb mit mehr oder weniger grossen Einschränkungen wieder aufgenommen. Schulpflicht besteht weiterhin keine.

Für eine Sache gab es aber bis anhin noch keinen richtigen Fahrplan – lediglich die Idee stand im Raum: Corona-Tests an Schulen. Gesundheitsminister Mauro Pedrazzini sagt dazu auf Anfrage: «Derzeit ist geplant, jede Woche zwei Personen pro Klasse zu testen, das ist aber noch nicht in Stein gemeisselt.» Denn die geplanten «systematischen Tests» an den Schulen erforderten weitere Abklärungen, die sich als recht aufwendig gestaltet hätten.

Ohne Erlaubnis der Eltern wird nicht getestet

Eltern, die nun befürchten, dass ihr Kind ohne zu fragen getestet werden könnte, müssen sich keine Sorgen machen. Pedrazzini erklärt: «Generell kann bereits jetzt festgehalten werden, dass allfällige Proben nur auf freiwilliger Basis durchgeführt werden und die Zustimmung der Eltern erfordern.» Wird ein Schüler positiv getestet, ist das anschliessende Verfahren dasselbe wie bisher bei Erwachsenen. Der Schüler  muss sich zu Hause selbst isolieren. Ausserdem werden die Kontakte des Schülers mittels «Contact Tracing» zurückverfolgt. Die ermittelten Kontaktpersonen müssen sich anschliessend ebenfalls in Selbstquarantäne begeben.

In einem Gymnasium im deutschen Mecklenburg-Vorpommern können sich die Gymnasiasten oder aber auch Lehrpersonen bereits seit Anfang Mai zweimal pro Woche freiwillig und kostenlos testen lassen. Die Kosten hierfür übernimmt das Biotech-Unternehmen Centogene. Dieses führt die Coronavirus-Tests auch durch. Der Gedanke dahinter ist, dass bei regelmässigen Tests Infizierte auch ohne Symptome früh erkannt werden können. Und die Coronavirus-Tests am Gymnasium werden laut einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» auch von vielen Beteiligten in Anspruch genommen: 85 Prozent der Lehrer und gut zwei Drittel der Schüler hätten an den ersten drei Testtagen teilgenommen. (qus)

26. Mai 2020 / 23:00
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