• Notfall-App
    Bei einem Notfall ist der Griff zum Smartphone schneller als zum Ordner im Klassenzimmer.  (undefined undefined)

Notfall-App an Schulen - Liechtenstein zieht Kauf in Erwägung

Schweizer Schulen setzen auf digitale Hilfsmittel für Krisensituationen. In Liechtenstein ist dies noch nicht der Fall.

In Zürich und im Thurgau gibt es sie bereits, in St. Gallen wird sie aktuell eingeführt: die praktische Notfall-App für Lehrerinnen und Lehrer. Mit dieser App soll es Lehrpersonen in Krisensituationen zukünftig leichter fallen, die richtigen Schritte einzuleiten. Die App beinhaltet zum Beispiel Checklisten zum richtigen Handeln in der Notlage, Notfallnummern sowie Kontakte von Krisenteams und sogar eine Alarmfunktion. Diese Daten sind in der App in sechs verschiedene Krisensituationen geordnet: Medizinischer Notfall, Gewalt und Bedrohung, eine vermisste Person, Brand, Evakuation oder Todesfall. Bei einem Krisenfall stehen den Lehrpersonen somit durch einen kurzen Griff zum Handy alle nötigen Informationen sofort zur Verfügung.

Liechtenstein zieht Appkauf in Erwägung
Laut Rachel Guerra vom Schulamt Liechtenstein stehen auch die Liechtensteiner Schulen mit dem App-Entwickler in Verbindung: «Das App ist sehr kostenintensiv, da für jede Lehrperson je ein Lizenzschlüssel erworben werden muss. Wir werden bestimmt die Erfahrungen der Schweizer Schulen mit der App abwarten und dann weiterschauen.» 

Generell hat in Liechtenstein jede Schule ein eigenes Krisenkonzept. Grundlage für diese Konzepte ist der «Krisenkompass». Dieser Ordner, den die Lehrpersonen am Arbeitsplatz aufbewahren, informiert über das richtige Vorgehen bei denselben Krisenszenarien wie in der Notfall-App. Das Lehrmittel wird immer wieder neu überarbeitet und spezifisch auf jede Schule abgestimmt. Es gibt zum Beispiel für jede Bildungsstätte andere Notfallärzte und auch das Evakuationskonzept variiert aufgrund der Infrastruktur von Schule zu Schule. Zur stetigen Aktualisierung sind jeweils auserwählte Mitarbeiter der jewei­ligen Schule zuständig, die das Thema im Auge behalten, neue Lehrpersonen einschulen und Evakuationsübungen mit den Kindern durchführen. 

Vor- und Nachteile der Notfall-App
Die Notfall-App bietet somit inhaltlich keine Neuerung verglichen zum Krisenkompass. Der Ordner übertrifft die App sogar darin, dass er auch über die Prävention von «langsamen» Krisen, wie zum Beispiel Mobbing, informiert. Was aber die Zugänglichkeit bei einem akuten Notfall angeht, hat das App auf dem Handy klare Vorteile. (ak)

23. Aug 2019 / 11:30
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