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    Coronaviren lassen sich nicht über das Blut übertragen.  (GAETAN BALLY)

Noch sind Blutreserven da

Ab Juni werden Blutspendeaktionen unter Pandemiebedingungen wieder durchgeführt.

Die Situation ist derzeit nicht einfach. Viele Unternehmen und Institutionen bekommen die Krise aufgrund des Coronavirus zu spüren. Es wirkt sich auch auf die Blutversorgung in der Schweiz aus. Zurzeit verzeichnet das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) nämlich einen durchschnittlichen Rückgang von rund 30 Prozent. Noch sind die Blutreserven gewährleistet, das könnte sich aber ändern. Deshalb ruft das SRK die Bevölkerung dazu auf, weiterhin Blut zu spenden. Die Blutspendeaktionen werden wei­terhin rege in der Schweiz durchgeführt. Nicht so in Liech­tenstein. 

Wegen der Entscheide der Re­gierung vom 13. und 16. März, Veranstaltungen zu verschie­ben oder abzusagen und schliesslich alle Veranstaltungen mit mehr als fünf Personen zu untersagen, musste das Liechtensteinische Rote Kreuz (LRK), das gemeinsam mit dem Österreichischen Roten Kreuz (ÖRK) die Blutspendeaktionen hierzulande durchführt, die Termine vom 16. März in Schaanwald und vom 31. März beim LAK in Schaan absagen. «Das Organisationsteam musste ganz kurzfristig entscheiden. Vor allem in Schaan hätte die Aktion wie jedes Jahr in den Räumen des Alters- und Pflegeheims stattgefunden. Ältere Menschen gehören jedoch der Risikogruppe an», erklären das LRK und ÖRK gemeinsam auf Anfrage. Dennoch sei – im Gegensatz zur Schweiz – mit keiner Knappheit an Blutprodukten zu rechnen. 

Die beiden in Liechtenstein abgesagten Termine konnten vom ÖRK kompensiert werden. Dessen Lager ist noch ausreichend gefüllt. «Der Verbrauch ist momentan nicht so hoch, weil die Krankenhäuser weniger Routineoperationen durchführen», erklären die Hilfsorganisationen weiter. Das ÖRK und das LRK arbeiten schon seit Jahren eng zusammen. So verfügt das Landesspital in Vaduz zwar über ein eigenes Blutdepot, die Blutprodukte werden in der Regel aber direkt über die Blutbank im Landeskrankenhaus in Feldkirch angefordert. 

Obwohl die Reserven noch vorhanden sind, geht es auch in Liechtenstein und Österreich darum, die Versorgung aufrechtzuerhalten. Deshalb finden in ganz Österreich beinahe täglich Blutspendeaktionen statt. Denn diese sind laut LRK und ÖRK unerlässlich, um die Spitäler mit lebensrettendem Blut zu versorgen. 

Checkpoints, Abfragen und Mundschutze für Spender

Bis zur nächsten geplanten Blutspendeaktion am 16. Juni im Vaduzer Saal werden in Liechtenstein keine zusätzlichen Termine mehr durchgeführt. Somit besteht derzeit keine Möglichkeit, das «rote Gold» in Liechtenstein zu spenden. Die restlichen Blutspendeaktionen des Jahres werden allerdings wie kommuniziert durchgeführt – jedoch unter den Pandemiebedingungen. «Das bedeutet unter anderem, dass am Eingang der Spenderäumlichkeiten ein Checkpoint aufgestellt ist. Auch werden Mundschutze an alle Spender verteilt, die Hände müssen gleich beim Eingang desinfiziert werden und beim Checkpoint erfolgt eine Abfrage über Erkältungskrankheiten», verdeutlichen die Organisationen. Ebenso werde die Temperatur jedes einzelnen Spenders gemessen. 

Coronaviren werden typischerweise über Tröpfchen übertragen. Anhaltspunkte, dass das Coronavirus über das Blut weitergegeben wird, gibt es nicht. Dennoch müssen sich die Blutspendeaktionen an Sicherheitsvorschriften halten: Wer Erkältungs- oder Grippesymptome zeigt, darf kein Blut spenden. Falls beim Spender eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen wurde, darf er einen Monat nach der Symptombewältigung wieder Blut spenden. Und falls der Spender Kontakt zu Personen mit bestätigter Coronavirus-Infektion hatte, gilt eine Wartefrist von 14 Tagen.

Im Gegensatz zur Schweiz konnte bislang weder vom LRK noch vom ÖRK einen Rückgang an Spenden festgestellt werden. «Und trotzdem sind die Blutspenden der Liechtensteiner Bevölkerung für das ÖRK sehr wichtig, da sie in der Jahresplanung fix für die Aufrechterhaltung der Blutversorgung in unserer Region ein­geplant sind», betont das Liechtensteinische Rote Kreuz. Des­halb gilt hierzulande ebenfalls der Appell: Wer kann, soll sich an den Blutspendenaktionen beteiligen. (jka)

27. Mär 2020 / 07:00
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