• Masern in Liechtenstein
    In Liechtenstein sind derzeit keine Masernfälle bekannt.  (South_agency)

Masernrisiko in Liechtenstein ist gering

Die Durchimpfungsrate in Liechtenstein beträgt aktuell rund 95 Prozent. Damit sei kaum ein Erkrankungsrisiko vorhanden, meint das Amt für Gesundheit.

Die Masern beginnen mit Symptomen wie Fieber, Schnupfen und Halsschmerzen, sind aber vor allem für den juckenden Hautausschlag bekannt. Übertragen werden sie durch Husten und Niesen. Eine Mehrheit der Fällen kurieren aus, doch der Virus ist durchaus tödlich: Gemäss der Weltgesundheitsorganisation WHO sind 2017 mehr als 100 000 Kinder unter fünf Jahren daran gestorben.

Im Kanton Bern wurden in diesem Jahr bislang 37 Fälle registriert. Betroffen seien sowohl Kinder als auch Erwachsene. Wie die Nachrichtenagentur SDA kürzlich meldet, müssen rund 50 nicht geimpfte Schüler aus mehreren Schulen drei Wochen lang dem Unterricht fernbleiben. Damit soll laut dem Schweizer Bundesamt für Gesundheit eine weitere Ausbreitung der Tröpfcheninfektion vermieden werden.

Masern in Liechtenstein zuletzt im Mai 2018

Selbst falls sich Liechtensteiner kürzlich in Bern aufhielten, sieht Amtsärztin Marina Jamnicki Abegg dadurch keine erhöhte Ansteckungsgefahr: «Hierfür hätten sie sich in unmittelbarer Nähe der Erkrankten befinden müssen, das heisst zumindest im selben Raum und weniger als zwei Meter Abstand. Wenn wir von einem Fall in Bern reden, ist nicht gleich die ganze Stadt in Quarantäne.» Vor Reisen in Gebiete, in denen Masern nicht ausgerottet sind, sollten sich Personen, die nach 1963 geboren sind, zweimal eine Impfung spritzen lassen. In der Regel sollte die erste Injektion neun Monate, die zweite zwölf Monate nach der Geburt des Kindes erfolgen. «Es handelt sich um eine Basisimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln. Danach ist man ein Leben lang gegen diese Krankheiten geschützt.»

Bei Masern handelt es sich um eine meldepflichtige Krankheit. Auf Anfrage teilt das Amt für Gesundheit mit, dass aktuell kein Fall in Liechtenstein registriert ist. Zuletzt war eine Person im Mai 2018 nach einem Auslandsaufenthalt erkrankt. «Die betreuenden Ärzte haben schnell reagiert und die Person isoliert. Die Personen in ihrem näheren Umfeld wurden geprüft und hierbei wurde festgestellt, dass sie alle geimpft sind», berichtet Jamnicki Abegg. Es war der erste Vorfall seit 2008, als sechs nicht geimpfte Familienmitglieder erkrankt sind.

Mit einer Durchimpfungsrate von rund 95 Prozent besteht in Liechtenstein derzeit eine sogenannte Herdenimmunität. Dieser Wert wird zur Weitergabe an die WHO jährlich bei allen zwei-

jährigen Kinder ausgewertet. Hierzulande gelten also auch nicht Geimpfte als geschützt, womit das Erkrankungsrisiko laut der Amtsärztin relativ gering sei.

Derzeit breitet sich der hochansteckende Virus in Europa und anderen Teilen dieser Welt weiter aus. Laut WHO habe sich 2018 die vorläufige Zahl der gemeldeten Krankheiten im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt.

Nicht geimpfte Kinder bei Kitas zugelassen

Gerade an Orten, wo viele Kinder nah aufeinandertreffen, sind Infektionskrankheiten ein wichtiges Thema. Daniela Meier, Geschäftsführerin des Vereins Kindertagesstätten Liechtenstein, sind keine Masernfälle bekannt. «Sollte ein solcher Fall eintreten, muss die erkrankte Person der Kita fernbleiben», erklärt sie. Sind Kinder nicht geimpft, ist das Meier zufolge «kein Ausschlusskriterium» für einen Kitaplatz. Um ihrer Arbeit nachgehen zu können, werde bei der Anmeldung jedoch danach gefragt. (gk)

 

15. Mär 2019 / 17:08
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