• Electronics Recycling
    Wie Zahlen von «Eurostat» zeigen, entsorgt Liechtenstein pro Kopf 12,3 Kilogramm Elektroschrott jährlich.  (baranozdemir)

Liechtenstein gehört zu grössten Schrottsündern

Liechtenstein ist der sechstgrösste Elektroschrott-Sünder Europas.

Die Menge an alten  Mobiltelefonen, Fernsehern, Laptops, Kameras,  und anderem elektrischem Müll hat gigantische Ausmasse erreicht. Laut UN sind die Müllberge von 34 Millionen Tonnen im Jahr 2010 auf 50 Millionen im Jahr 2018 gestiegen. Bis zum Jahr 2050 rechnen Experten sogar  mit 120 Millionen Tonnen weltweit. Die Müllberge wachsen auch in Liechtenstein. 

Wie Zahlen von «Eurostat» zeigen,  entsorgt Liechtenstein pro Kopf 12,3 Kilogramm Elektroschrott jährlich. Im Vergleich zu allen EU-und EWR-Staaten liegt das Land damit auf Rang sechs. Spitzenreiter ist mit Abstand Norwegen, gefolgt von Island und Schweden. Die gute Nachricht ist, dass sich Liechtenstein immerhin im Ranking der europäischen Elektroschrott-Sünder  verbessert hat. Im Jahr 2016 waren es noch fast 14 Kilogramm pro Kopf. Das Amt für Umwelt erhebt bei den Gemeindesammelstellen und bei Entsorgungsunternehmen in Liechtenstein Elektro- und Elektronikaltgeräte sowie Leuchten. Diese Daten werden an Eurostat übermittelt, der Statistikbehörde der Europäischen Union.

Abfallplanung der Regierung kritisiert

Dass gerade Liechtenstein in diesem Ranking weit vorne dabei ist, überrascht Monika Gstöhl als Geschäftsführerin der Liechtensteinischen Gesellschaft für Umweltschutz (LGU) nicht. «Ich denke, das ist ein deutliches Wohlstandssymbol. Nach zwei Jahren wird das Smartphone ausgetauscht und der Fernseher wird ausgemustert, um ein brandneues Modell zu kaufen», sagt die Geschäftsführerin der LGU. Dabei stehe für sie der Staat in der Pflicht, den Abfall zu verringern. «Es ist wichtig, die Abfallhierarchie zu fördern». Die Regierung müsste dafür mehr tun, um Bürger für einen verantwortungsvollen Umgang mit Abfall zu sensibilisieren, ist sie überzeugt. Der Elektroschrott sei für Gstöhl ein gutes Beispiel eines Problems, für das auch in der neuen «Abfallplanung 2070» der Regierung keine Lösung vorgesehen ist. Die Abfallplanung wurde im Rahmen einer strategischen Umweltprüfung in einer Arbeitsgruppe erarbeitet. Diese bestand aus Gemeindevertretern, der Liechtensteinischen Gesellschaft für Umweltschutz (LGU) und dem Amt für Umwelt. Die Regierung hat den Plan Anfang Februar verabschiedet. Die Strategie stösst aber bereits auf Kritik. (dal)

14. Feb 2020 / 23:37
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