• Polizei, Vaduz
    Bisher mussten von den Beamten noch keine Personen aufgrund des Missachteten Versammlungsverbots gebüsst werden.  (Tatjana Schnalzger)

Landespolizei musste noch niemanden büssen

Seit gestern kann die Landespolizei bei Nichteinhalten der Verhaltensregeln im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus Ordnungsbussen verhängen.

Am vergangenen Samstag wurden in Liechtenstein die Massnahmen zur Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus verschärft: Neu gilt unter anderem ein Versammlungsverbot von mehr als fünf Personen in öffentlichen Räumen, wie beispielsweise auf Spazierwegen. Treffen sich weniger als fünf Personen, muss ein Abstand von mindestens zwei Metern gewahrt werden. Wird dem nicht Folge geleistet, kann die Polizei Ordnungsbussen in Höhe von 100 Franken aussprechen. Wer bewusst gegen das Verbot verstösst, kann von der Regierung wegen Übertretung mit einer Busse bis zu 1000 Franken bestraft werden. Andreas Schädler, Chef der Kriminalpolizei bei der Landespolizei Liechten­stein, erklärt auf Anfrage, dass seit dem gestrigen Inkrafttreten noch keine Busse von den Beamten ausgesprochen werden musste. Jedoch seien Hinweise aus der Bevölkerung zu Versammlungen von Personen eingegangen. Die Beamten gingen diesen nach, Bussen mussten – wie bereits erwähnt – keine ausgesprochen werden. Immer wieder mussten die Polizisten laut Schädler in den vergangenen Tagen feststellen, dass sich grössere Gruppen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen nicht an die Vorgaben gehalten haben. So hat auch die Polizei selbst Initiative ergriffen und die Kampagne «stayathome» auf den sozialen Medien lanciert, um eben genau die jüngere Zielgruppe zu erreichen. Unter den hashtags «actresponsibly» und «stay­athome» werden über die sozialen Medien gezielt Botschaften verbreitet. Eine lautet beispielsweise: «Sei eine Ehrenfrau, bleib zu Hause!»

Seit Sonntagabend sind es hierzulande 46 Corona-Fälle 
Die neuen Regeln richten sich aber auch an die Arbeitgeber im Bauhaupt- und -nebengewerbe und in der Industrie. Sie sind nun dazu verpflichtet, die Empfehlungen der Regierung betreffend Hygiene und sozialer Distanz einzuhalten. Dafür muss die Anzahl der anwesenden Personen auf Baustellen oder in Betrieben limitiert werden. Ausserdem sollen die Bau­stellen- und Betriebsorganisation so angepasst werden, dass Menschenansammlungen von mehr als fünf Per­sonen in Pausenräumen und auch Kantinen verhindert werden. Ist die Einhaltung der Massnahmen nicht garantiert, können die Betriebe behördlich geschlossen werden. Daneben wurde es allen Gesundheitseinrichtungen verboten, nicht dringende medizinische Untersuchungen, Behandlungen und Eingriffe durchzuführen. 
Die Anzahl an Infizierten ist von 44 positiv auf das Coronavirus getesteten Personen am Samstag auf 46 Personen am Sonntagabend geklettert. Dies ist eine geringere Zunahme als vom vergangenen Freitag auf Samstag. Da stieg die Zahl innerhalb eines Tages von 37 auf 44. (qus)

22. Mär 2020 / 22:00
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1 KOMMENTAR
Private Partys in Mehrfamilienhäusern ab sofort verbieten
Solange in Mehrfamilienhäusern im FL, in denen z.T. auch sehr alte Menschen wohnen, noch Privatpartys mit Leuten von überall her gefeiert werden, kann die Regierung noch soviel Aufrufe starten. Hier sollte die Polizei kompormisslos und hart durchgreifen sobald sie Kenntnis von solchen privaten Veranstaltungen erlangen. Auch sehe ich die Vermieter und Mieterverwaltungen in der Pflicht, solche Privatfeste rigoros zu unterbinden. Durch solche verantwortungslose Idioten die auch in der jetzigen Zeit auf nichts verzichten möchten, wird die Zahl der Infizierten weitersteigen ohne Ende.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 23.03.2020 Antworten Melden

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