• The day the world changed concept
    Die Jugendlichen hinter Klimaorganisation Liechtenstein stellen vier klare Forderungen an die Politiker und wollen anhand dessen mit ihnen über das politisch Machbare und wirtschaftlich Ertragbare diskutieren.  (Boonyachoat)

Klima-Notstand soll ausgerufen werden

Die Verantwortlichen der Klima-Organisation Liechtenstein wenden sich an die Landtagsfraktionen und stellen vier klare Forderungen, über die diskutiert werden soll.

Vor rund dreieinhalb Monaten riefen ein paar  Schüler des Liechtensteinischen Gymnasiums die Klima-Organisation Liechtenstein ins Leben. Anstatt jeden Freitag zu streiken, wollen die Gymnasiasten mit ihrer Organisation erreichen, dass klimapolitische Ziele hierzulande eingehalten werden. Bereits damals erklärte einer der jungen Gründer, dass diesen Zielen in Liechtenstein zu wenig Beachtung geschenkt werde. Ein wichtiges Anliegen der Schüler ist demnach im  Rahmen ihrer Organisation mit den Parteien des Landes über diese Thematik zu sprechen. Dies konnten sie bereits anlässlich der Fraktionssitzung der Demokraten pro Liechtenstein (DPL) im März. Nun gehen sie einen Schritt weiter, und wenden sich in einer Stellungnahme an die Landtagsfraktionen des Landes. Darin steht unter anderem: «Speziell als kleines und vor allem reiches Land, haben wir die Möglichkeit und die Pflicht, Vorreiter im Thema Klimaschutz zu werden.» Die bestehenden Massnahmen schienen auf die im Jahr 2017 erneut gestiegenen Treibhausgasemissionen nicht ausreichend. So müsste laut dem Vorstand der Klima-Organisation das hierzulande verfügbare Potenzial genutzt werden. Denn die Zukunft der Jugendlichen stehe auf dem Spiel.

Die Jugendlichen stellen vier klare Forderungen an die Politiker und wollen anhand dessen mit ihnen über das politisch Machbare und wirtschaftlich Ertragbare diskutieren. Als erstes müsse das Problem anerkannt und der Klimanotstand ausgerufen werden. Wird ein solcher Notstand ausgerufen, muss jede künftige Entscheidung unter dem Klimavorbehalt getroffen werden. Einem Notstand wird in diesem Zusammenhang die höchste nicht aufschiebbare Priorität zugeschrieben. Als zweites werden von der Organisation Emissionsziele aufgestellt. Unter anderem soll das Pariser Klimaabkommen  eingehalten werden. Auch soll Liechtenstein, wenn es nach den Schülern der Klima-Organisation geht, bis in elf Jahren nicht mehr Treibhausgasemissionen ausstossen, wie die Natur aufnehmen kann. Die dritte Forderung an die Liechtensteiner Politiker bezieht sich auf die Information und Bildung. Es wird mehr Transparenz im Bezug auf Klimaschutzprojekte verlangt. Die letzte Forderung betrifft spezielle Anliegen. So soll der Individualverkehr umweltfreundlicher und der öffentliche Verkehr ausgebaut werden.

Impulsreferat an Klima-Abend

Am kommenden Freitag wird die Klima-Organisation am Klima-Abend am Gymnasium in Vaduz neben Vertretern der CIPRA, dem YPAC (Jugendparlament der Alpenkonvention), sowie der «Gemüseackerdemie» ein Impulsreferat halten. Dieser Abend wird von der Wahlfachgruppe «Gymi For Change» organisiert – jedermann kann daran teilnehmen. Für die Verantwortlichen der Klima-Organisation ist klar, ein Ende ihres Engagements ist erst dann in Sicht, wenn sich in Bezug auf das Thema massgeblich etwas verändert hat. (qus)

11. Jun 2019 / 22:00
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